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Nati: Abgeklärt zum Erfolg

Samstag, 8. September 2012, 10:08 Uhr

Die Schweiz hat beim 2:0-Sieg in Slowenien mit neuen Tugenden überzeugt: Effizienz, Zweikampfstärke und eine für diese junge Mannschaft verblüffende Abgeklärtheit bildeten die Grundlage für den erfolgreichen Start in die WM-Kampagne 2014.

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«Wenig Glanz, viel Solidarität», setzte die Neue Zürcher Zeitung  einen passenden Titel zu ihrer Analyse zum 2:0-Sieg der Schweiz in Slowenien. «Es war ein glanzloser Sieg der Schweizer, aber ein solidarisch erkämpfter.» In Ljubljana lief an diesem Abend alles für die Schweiz: Tore im richtigen Moment, starke Paraden von Diego Benaglio im richtigen Moment und als Folge davon ein zunehmend ratlos werdender Gegner.

Mit Effizienz und Siegeswille

Die Analyse von Granit Xhaka, der mit einem Flachschuss aus 18 Metern zum wegweisenden 1:0 getroffen hatte, fiel ähnlich aus: «Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht. Aber wir wollten unbedingt gewinnen», so der 19-Jährige. Der Spieler von Mönchengladbach übernahm Verantwortung, während sich Xherdan Shaqiri gegen die massierte slowenische Manndeckung nicht entfalten konnte.

Interview mit Granit Xhaka

Dieser von Xhaka betonte Siegeswille war das Fundament einer durchgehend abgeklärten Leistung dieser sehr jungen Schweizer Mannschaft, die ein Durchschnittsalter von 25,1 Jahren aufweist. In der Offensive standen am Ende zwei Tore durch Distanzschüsse sowie ein Pfostenschuss durch Eren Derdiyok - ansonsten: Spielkontrolle, Zweikampfstärke und Einsatzwille.

Lob von Inler

Vor allem Valon Behrami und Gökhan Inler, die Abräumer vor der Abwehr, zeigten eine bestechende Partie. Die beiden erfahrenen Napoli-Spieler nahmen ihre Leaderrolle wahr: Sie gewannen zahlreiche Zweikämpfe, sie dirigierten, diktierten und strukturierten das Spiel der Schweizer. «Wir haben gelitten und alles gegeben an diesem Abend», lobte Inler seine Teamkollegen. «Diese Mannschaft will etwas erreichen», so der Captain, «und das haben wir gezeigt.»

Nächster Test am Dienstag

Dieser Erfolg ist jedoch nur wirklich wertvoll, wenn er am Dienstagabend in Luzern gegen Albanien bestätigt werden kann. Nicht immer gewinnt die Schweiz ein Spiel, bei dem sie nicht ihre «beste Leistung zeigen» kann. Oder wie es Xhaka formulierte: «Wir sind Profis genug um zu wissen, was wir noch verbessern müssen.»

Der Spielbericht zu Slowenien - Schweiz («sportaktuell»)

(rst)