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Eishockey

NLA

Die Hoffnungen der Tessiner Klubs

Samstag, 8. September 2012, 14:08 Uhr

Die beiden Tessiner Klubs Lugano und Ambri-Piotta starten nach zuletzt enttäuschenden Jahren mit grossen Ambitionen in die NLA-Saison 2012/13. Während die Luganesi ein Wörtchen um den Titel mitreden wollen, geht es für die Leventiner in erster Linie darum, wieder einmal die Playoffs zu erreichen.

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Für Lugano und Ambri-Piotta endete die Saison 2011/12 einmal mehr mit einer Enttäuschung. Die Luganesi erreichten zwar die Playoffs, schieden aber gegen den HC Fribourg-Gottéron aus. Für die Südtessiner war seit dem Meistertitel 2006 immer spätestens in den Viertelfinals Schluss, zweimal musste man gar ins Playout. Noch schlechter sieht die Bilanz bei Ambri aus. Im Februar 2012 verpassten die Leventiner die Top 8 zum 7. Mal in Folge, wie schon im Vorjahr stellte man den Klassenerhalt erst in der Liga-Qualifikation sicher.

Lugano: Playoff-Halbfinals als Minimalziel

Dass Lugano seit nunmehr 6 Jahren nicht mehr in die Halbfinals vorstossen konnte, entspricht in keiner Weise den Vorstellungen der stets ambitionierten «Bianconeri». Deshalb soll der Grundstein für erfolgreiche Playoffs nun bereits in der Qualifikation gelegt werden. Als erstes Ziel gibt Coach Larry Huras bis zu Weihnachten Platz 4 vor, um auf dieser Basis in den Qualifikations-Endspurt steigen zu können. Hierfür muss in Lugano vor allem die Defensive verbessert werden.

Defensive: Neue Goalies und Finnen-Power

Aufgrund dieser Schwächen setzt Huras in seinem Kader mit derzeit 10 Verteidigern auf den Konkurrenzkampf. Zudem sollen nach dem Abgang von Benjamin Conz (Fribourg) die beiden Goalies Daniel Manzato (von Rapperswil) und Michael Flückiger (von Kloten) die Gegentreffer-Quote tief halten. Das Prunkstück in der Verteidigung bildet ein Finnen-Duo. Während Petteri Nummelin wie gewohnt auch offensiv Akzente setzen wird, sorgt der von den Växjö Lakers verpflichtete Ilkka Heikkinen für defensive Stabilität.

Offensive: Ein Rückkehrer und ein Aggressiv-Leader

In der Offensive, wo man in der letzten Saison mit dem besten Powerplay der Liga überzeugte, wurden die Abgänge von Kevin Romy (Genf) und Mauro Jörg (Rapperswil) mit den Verpflichtungen von Aggressiv-Leader Thomas Rüfenacht (von Zug) und Jordy Murray (von Rapperswil) kompensiert. Der wichtigste Neuzugang ist jedoch Glenn Metropolit, einer der Meistermacher von 2006. Zusammen mit Jaroslav Bednar (Tsch) dürfte der Rückkehrer in der Resega für offensives Spektakel sorgen.

Ambri: Top 8 als oberstes Ziel

Bescheidener als in Lugano sind die Ambitionen des HC Ambri-Piotta. In der Leventina ist die erste Playoff-Teilnahme seit 2006 das klare Ziel. Ähnlich wie beim Rivalen Lugano ist auch beim Team von Kevin Constantine die Defensive ein Problemfall. In der vergangenen Saison kassierte Ambri in der Qualifikation 153 Gegentore und war damit das drittschlechteste Team der Liga. Die grössten Hoffnungen ruhen in dieser Hinsicht auf Nolan Schaefer.

Defensive: Keeper Schaefer solls richten

Schaefer, der bereits im Laufe der letzten Saison verpflichtet wurde, soll Ambri nach dem Abgang von Goalie Thomas Bäumle zum Erfolg hexen. Da der Kanadier mit Schweizer Wurzeln kurz vor Saisonbeginn den Schweizer Pass erhalten hat, belastet er zudem das Ausländerkontingent nicht. Für Constantine bedeutet dies, dass er in der Verteidigung sowohl Zdenek Kutlak (Tsch) als auch Maxim Noreau (Ka) einsetzen kann.

Offensive: Kanadische Power dank Park und Williams

Dass Ambri dank dem Einstieg von Investor Samih Sawiris über grössere finanzielle Mittel verfügt, zeigt sich bei den namhaften Transfers in der Offensive. Das kanadische Duo Richard Park und Jason Williams (von Pittsburgh) verspricht dank seiner NHL-Erfahrung Gefahr für jeden Gegner. Die Abgänge von Gregory Hofmann (zu Davos) und Julian Walker (zu Genf) konnten zudem mit den Verpflichtungen von Marc Reichert (von Bern) und Alain Miéville (von Biel) gut kompensiert werden.

(cud)