Fussball
WM-Qualifikation
Inler: «Endlich hat es geklappt»
Die Schweizer Nati ist ihrer Favoritenrolle mit dem 1. Auswärtssieg zum Auftakt einer EM- oder WM-Kampagne seit 1992 gerecht geworden. Der 2:0-Erfolg in Slowenien war das Resultat einer starken Mannschaftsleistung, aber «wir haben nicht so gut gespielt», zeigte sich Granit Xhaka selbstkritisch.
Ein Blick in die Statistikbücher zeigt eines klar: Gewinnt die Schweiz das 1. Qualifikations-Spiel in einer EM- oder WM-Kampagne, schafft sie den Sprung an die Endrunde. In dieser Hinsicht stimmt der 2:0-Auswärtssieg zum Auftakt der Kampagne «WM 2014» in Slowenien also positiv. Letztmals hatten die Eidgenossen am 16. August 1992 unter Roy Hodgson beim 6:0 in Estland das Startspiel in die WM-Qualifikation auswärts gewonnen.
Xhaka will Auftritt nicht überbewerten
Auch wenn das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld dank dem Auftakterfolg auf Kurs ist, wollte Granit Xhaka die Leistung dennoch nicht überbewerten. «Wir haben einen nicht ganz so guten Match gemacht, aber wir wollten unbedingt gewinnen und das ist uns gelungen», freute sich der Mönchengladbach-Söldner.
Der 19-Jährige, der die Schweiz nach 20 Minuten entgegen dem Spielverlauf in Führung geschossen hatte, freute sich auf die weiteren Tage mit dem Team. «Wir hatten schon vor der Kampagne eine gute Stimmung, die wird nun nach dem 2:0 in Slowenien sicher noch besser.»
Hitzfelds Kompliment ans Team
Hitzfeld stimmte die Art und Weise, wie der Sieg zustande gekommen war, positiv. «Man muss der Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie sich ins Spiel hineingekämpft hat, denn es hat nicht ganz so gut begonnen», befand der Nationaltrainer.
Gökhan Inler frohlockte nach seinem Prachtstreffer: «Endlich hat es geklappt.» Der Captain lobte die Mannschaftsleistung: «Danke dem ganzen Team, wir haben alle gelitten», so der Regisseur von der SSC Napoli. «Es war ein ganz wichtiger Sieg. Ich sehe eine Mannschaft, die etwas erreichen will, das haben wir heute gezeigt. In Slowenien 3 Punkte zu holen ist nicht einfach», sagte der Oltner.
Harte Strafe für Barnetta
Was die Stimmung der Schweizer trübte, war die 2. gelbe Karte gegen Tranquillo Barnetta. «Das ist sehr ärgerlich, denn Barnetta hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Er war die treibende Kraft im offensiven Mittelfeld», sagte Hitzfeld. Gleichzeitig haderte er mit dem Schiedsrichter-Entscheid, denn es sei «ein unberechtigter Platzverweis» gewesen. «Aber wir haben eine starke Bank», blickte Hitzfeld auf das Albanien-Spiel am Dienstag in Luzern voraus. Wer in die Bresche springen wird, liess der Nationaltrainer noch offen.
(sas)


