Fussball
Nationalmannschaft
Schweiz spielt in Slowenien auf Sieg
Die Schweizer Fussball-Nati startet am Freitagabend in Ljubljana gegen Slowenien in die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien (ab 20.00 Uhr live auf «SF zwei»). «Wir wollen dieses Spiel gewinnen», gibt Tranquillo Barnetta die Richtung vor.
Knapp 11 Monate nach dem letzten Pflichtspiel (2:0-Sieg gegen Montenegro) gilt es für die Schweizer Nati-Kicker wieder ernst: In Slowenien beginnt die WM-Qualifikation 2014. Die Endrunde in Brasilien, dem Land des Rekordweltmeisters, ist das erklärte Ziel der Spieler von Ottmar Hitzfeld. Und die Ausgangslage ist - in einer Gruppe ohne «grosse Fussballnation» - vielversprechend.
Besserer Start als zuletzt?
Um jedoch zum 3. Mal in Folge eine WM-Endrunde zu erreichen, ist in den Spielen gegen Slowenien und Albanien (am Dienstag) ein guter Auftakt unerlässlich. Bislang waren der Schweiz unter Hitzfeld die Starts in Quali-Phasen gründlich missglückt: In der Quali für die WM 2010 resultierte aus den ersten beiden Spielen gegen Israel und Luxemburg ein mickriger Zähler, in der Quali für die EURO 2012 gegen England und Montenegro gar keiner.
«Wir erwarten einen Hexenkessel»
Hitzfeld allerdings ist keiner, der sich mit der Vergangenheit beschäftigt: «Ich bin Optimist: Im Fokus steht nur die kommende Aufgabe», so der Nati-Coach. Die Schweiz habe jetzt aber den Nachweis zu erbringen, «dass sie berechtigterweise zu den Favoriten gehört.» In Ljubljana erwartet Hitzfeld ein Spiel auf Augenhöhe: «Die Slowenen haben gefährliche Spieler in der Offensive und routinierte Akteure in der Verteidigung. Zudem sind sie zuhause sehr stark, wir erwarten einen Hexenkessel.»
Zuversicht und Selbstbewusstsein
Im Stozice-Stadion muss die Schweiz zwar auf Mario Gavranovic verzichten, der an muskulären Problemen leidet. Ansonsten aber sind alle Spieler an Bord. Um die Startaufstellung machte Hitzfeld ohnehin kein Geheimnis. Tranquillo Barnetta, mit 62 Länderspielen der erfahrenste Nati-Crack, attestiert dem Team sogar, das «grösste Potenzial» seit seinem Nati-Debüt zu haben, Hitzfeld spricht von einer «sehr guten Generation» und Keeper Diego Benaglio sieht, dass «viel Qualität vorhanden ist.»
Voraussichtliche Aufstellungen
Slowenien: Jasmin Handanovic; Brecko, Suler, Cesar, Jokic; Radosavljevic, Bacinovic; Birsa, Dedic, Kirm; Matavz.
Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner, Djourou, Von Bergen, Rodriguez; Inler, Behrami; Shaqiri, Xhaka, Barnetta; Derdiyok.
Schiedsrichter: Paolo Tagliavento (It).
Mittelfeld mit grossem Potenzial
Steve von Bergen und Johan Djourou bilden wie im Testspiel gegen Kroatien (4:2) die Innenverteidigung, unterstützt von Stephan Lichtsteiner und Ricardo Rodriguez auf den Aussenbahnen. Eine Schlüsselrolle kommt dem Mittelfeld zu: Captain Gökhan Inler und Valon Behrami in einer defensiven sowie die Bundesliga-Söldner Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka und Tranquillo Barnetta in einer offensiven Rolle sollen den Rhythmus des Spiels bestimmen sowie für Ballbesitz und Torgefahr sorgen.
Als einzige Sturmspitze wird Eren Derdiyok agieren. Der Hoffenheim-Stürmer hofft, den schlechten Saisonstart in der Bundesliga im Kreis der Nati vergessen zu können. Auf der Bank sitzen mit Admir Mehmedi und Josip Drmic zwei für Hitzfeld interessante Optionen, falls das Spiel harzig verläuft. «Die Spieler brennen darauf, dass es endlich losgeht», so Hitzfeld, «man spürt die Spannung.»
Hitzfeld: «Wollen unbedingt nach Brasilien»
Benaglio ist vor seinem 45. Länderspiel ebenfalls zuversichtlich: «Wenn wir in Slowenien mit einem Sieg starten, dann haben wir uns eine optimale Ausgangslage geschaffen.» Barnetta verspricht, dass man dieses Spiel gewinnen wolle, «das ist die Mentalität dieser Mannschaft». Hitzfeld schliesslich betont: «Wir wollen unbedingt in Brasilien dabei sein. Dafür werden wir alles tun.»
TV- und Radio-Hinweis
Das WM-Quali-Spiel der Schweiz gegen Slowenien können Sie am Freitagabend ab 20.00 Uhr live auf «SF zwei» und im Livestream mitverfolgen. Auch DRS 3 überträgt das Geschehen in Ljubljana live ab 20.30 Uhr. Im Anschluss sehen Sie im «sportaktuell» auch noch die wichtigsten Szenen der Spiele der Schweizer Gruppengegner.
(rst)


