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Tennis

US Open

Federer warnt vor Wundertüte Berdych

Mittwoch, 5. September 2012, 9:06 Uhr

Roger Federer trifft in der Nacht auf Donnerstag im Viertelfinal der US Open zum insgesamt 16. Mal auf Tomas Berdych (ab 02.30 Uhr live auf «SF zwei»). Der Tscheche hat nach mageren Leistungen in den letzten Wochen rechtzeitig seine Form wiedergefunden. Nicht zuletzt deshalb warnt Federer vor seinem Gegner.

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3:3 – so lautet das Ergebnis aus den letzten 6 Direktduellen zwischen Roger Federer und Tomas Berdych (ATP 7). Eigentlich sollte es  4:2 zugunsten des Tschechen heissen. Doch irgendwie schaffte es Federer, im letzten Aufeinandertreffen im vergangenen Mai den Final von Madrid für sich zu entscheiden, obwohl Berdych auf dem blauen Sand in der spanischen Hauptstadt über weite Strecken der bessere Spieler gewesen war.

ATP Madrid 2012: Final Federer - Berdych

Auf und ab bei Berdych

Berdych startete gut ins Tennisjahr 2012. An den Australian Open stiess er bis in den Viertelfinal vor (Niederlage gegen Rafael Nadal), unmittelbar danach gewann er das Turnier in Montpellier und feierte seinen 7. Titel auf der ATP-Tour. In Rotterdam und Monte Carlo schaffte er es jeweils bis in den Halbfinal, an den French Open war dann wieder im Viertelfinal Schluss.

Doch seit Roland Garros verlor die «Wundertüte» Berdych, der an einem guten Tag jeden Gegner schlagen kann, an Fahrt. In Wimbledon und an den Olympischen Spielen folgte das Out bereits in der ersten Runde, bei den ATP-1000-Turnieren in Toronto und Cincinnati war nach den Auftaktsiegen jeweils im 2. Spiel wieder Schluss. Einziger Lichtblick in den vergangenen Wochen war die Finalteilnahme in Winston Salem.

Starker US-Open-Auftritt

Dieses Erfolgserlebnis schien dem 26-Jährigen rechtzeitig wieder Auftrieb gegeben zu haben. In New York zeigte Berdych bisher eine starke Vorstellung. In den bisherigen 4 Partien musste er erst einen Satz abgeben, zuletzt liess er dem als Nummer 11 gesetzten Nicolas Almagro (Sp) keine Chance. «Es ist gut, dass ich nicht allzu lange auf dem Court stehen musste und so Energie sparen konnte», so Berdych in Anbetracht dessen, dass Federer dank seinem Forfait-Sieg über Fish zu einem zusätzlichen Ruhetag gekommen ist.

Federer: «Muss die Punkte diktieren»

Berdych sieht Federer durch den Forfait-Sieg jedoch nicht im Vorteil. «Wer Federer kennt weiss, dass er wahrscheinlich lieber gespielt und gewonnen hätte, um im Rhythmus zu bleiben», mutmasst der Tscheche. Der 1,96-Meter grosse Rechtshänder hofft auf einen ähnlichen Exploit wie in Wimbledon 2010, als er den Baselbieter überraschend deutlich im Viertelfinal aus dem Turnier geworfen hatte und nach einem weiteren Sieg über Novak Djokovic zum ersten und bisher einzigen Mal in einen Grand-Slam-Final vorgestossen war.

Eine entsprechend ungemütliche Aufgabe erwartet Federer im Kampf um den Halbfinal-Einzug. «Es wird wieder ein sehr schwieriges Spiel werden. Wir haben schon oft gegeneinander gespielt und er war jedes Mal ein sehr hartnäckiger Gegner», warnt der fünffache US-Open-Sieger. Der 31-jährige Baselbieter weiss demnach auch, wie er gegen den 5 Jahre jüngeren Kontrahenten spielen muss, um den 12. Sieg im 16. Duell zu feiern: «Ich werde weiterhin stark servieren und die Punkte von Anfang an diktieren müssen.»

TV-Hinweis

«SF zwei» überträgt die Viertelfinal-Partie zwischen Roger Federer und Tomas Berdych in der Nacht auf Donnerstag ab 02.30 Uhr live. Sie können das Spiel auch hier im Livestream mitverfolgen.

Zudem zeigt «SF info» am Donerstag von 12.00 bis 14.00 Uhr eine Aufzeichnung der Partie.

(sta)