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Super League

FCSG-Lopar von Petardenwurf «brutal erschrocken»

Sonntag, 2. September 2012, 10:26 Uhr

St. Gallen hat mit einem 3:0-Sieg im Sittener Tourbillon die Tabellenspitze erobert. Überschattet wurde der starke Auftritt des Aufsteigers von einem Petardenwurf eines Sion-Fans, der FCSG-Goalie Daniel Lopar nur haarscharf verfehlte. «Ich bin brutal erschrocken», so der Schlussmann.

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Petardenwurf gegen Daniel Lopar

75 Minuten waren gespielt, als ein Sion-Anhänger eine Petarde in Richtung St. Gallen-Keeper Daniel Lopar schleuderte. Das Geschoss verfehlte den 27-Jährigen nur ganz knapp. «Ich stand mit dem Rücken zu den Sion-Fans und die Petarde flog 5 bis 6 Zentimeter an meinem Kopf vorbei. Ich erschrak brutal», sagte der FCSG-Goalie nach der Partie noch immer geschockt. Und er sagte resigniert: «Solche Dinge sind halt in unseren Stadien mittlerweile normal.»

Interview mit St. Gallens Daniel Lopar

Trainer Jeff Saibene zeigte sich erleichtert, dass nichts passiert ist: «Das war sehr dumm. Aber ich möchte mich nicht mit dem Thema aufhalten», so der Luxemburger. Nachdem Schiedsrichter Sascha Amhof die Partie für wenige Minuten unterbrochen hatte, liess er die Begegnung wieder weiterlaufen. Die Gäste aus der Ostschweiz spielten unter Protest, zogen diesen aber nach Ende Partie und dem 3:0-Auswärtssieg wieder zurück.

Frage nach dem Spielabbruch

Es stellte sich anschliessend die Frage, ob es richtig ist, die Partie weiterlaufen zu lassen. Denn erst im vergangenen Oktober hatte sich im Derby zwischen den Grasshoppers und dem FC Zürich nach einem Fackelwurf und Fanausschreitungen ein vergleichbarer Vorfall ereignet. Damals hatte Referee Sascha Kever den ersten Spielabbruch seit Einführung der Nationalliga A beschlossen.

Beurteilung durch SFL

Schiedsrichterchef Carlo Bertolini stärkte Amhof für dessen Beurteilung den Rücken. «Der Spieler wurde zum Glück nicht getroffen. Das war anschliessend massgebend für den Entscheid, das Spiel weiterlaufen zu lassen.» Doch der Tessiner stellte auch klar, dass sich die Swiss Football League nun noch mit dem Fall auseinandersetzen müsse.

Interview mit Schiedsrichter-Chef Carlo Bertolini

(sas)