Leichtathletik
«Weltklasse Zürich»
Bolt und Blake sorgen in Zürich für die Highlights
Usain Bolt hat bei «Weltklasse Zürich» wie erwartet über die 200-m-Distanz triumphiert. Der Jamaikaner siegte bei nasskaltem Wetter überlegen in starken 19,66 Sekunden. Der Sieg über 100 m ging ebenfalls auf die Karibik-Insel: Yohan Blake sorgte in 9,76 wie Bolt für einen neuen Meetingrekord.
Über die halbe Bahnrunde gingen gleich die ersten 4 Plätze an Läufer aus Jamaika. Den Sieg sicherte sich trotz der mit Abstand schlechtesten Reaktionszeit wie erwartet Superstar Usain Bolt. Den alten Stadionrekord, gehalten von Wallace Spearmon (USA) in 19,79 Sekunden, pulverisierte der 6-fache Olympiasieger gleich um 13 Hundertstel.
Top-Zeit trotz kalten Bedingungen
Vor dem Start hatte Bolt bei seiner üblichen Show noch signalisiert: «Ich friere hier.» Deshalb ist seine Siegerzeit von 19,66 doppelt hoch einzuschätzen. Schneller war Bolt in dieser Saison nur 2 Mal gerannt. Zunächst hatte es auf der Zielgeraden danach ausgesehen, als würde er von seinem Landsmann Nickel Ashmeade (19,85), der das Diamond Race für sich entschied, gefordert werden. Doch auf den letzten 50 Metern setzte sich Bolt spielend ab.
«Es war mir ein grosses Vergnügen, wieder hier zu laufen», freute sich Bolt nach dem Rennen. «Ich bin glücklich, unter 20 Sekunden geblieben zu sein.»
Alex Wilson auf Platz 7
Hinter Bolt, der seine Saison nächste Woche in Brüssel beenden wird, und Ashmeade sicherten sich Jason Young und Warren Weir die weiteren Plätze. Im Sog des jamaikanischen Schnellzugs lief der Schweizer Sprinter Alex Willson eine Zeit von 20,70. Dies reichte im starken Feld zu Platz 7.
Blake in starken 9,76
Wie schon letzte Woche an der «Athletissima» in Lausanne kannte Yohan Blake über 100 m keine Gegner. Der Jamaikaner zeigte ein brillantes Rennen und sorgte trotz ungünstigen äusseren Bedingungen auf der regennassen Bahn im Letzigrund in 9,76 Sekunden für einen neuen Meetingrekord. Die alte Bestmarke hatte Asafa Powell gehalten (9,77).
«Ich bin nicht wirklich überrascht, dass ich nach Olympia so stark und so schnell bin», resümierte Blake und gab schon mal eine Kampfansage an Bolt aus: «Ich fühle mich gut. Und nächstes Jahr kann ich noch besser werden.»
Fehlstart von Gay
Hinter Blake blieben bei einem Rückenwind von 1,4 m/s Landsmann Nesta Carter (9,95/persönliche Bestzeit) und Ryan Bailey (USA/9,97) unter der 10-Sekunden-Marke. Christophe Lemaitre aus Frankreich, der schnellste weisse Sprinter, wurde Sechster. Mitfavorit Tyson Gay (USA) produzierte einen Fehlstart und wurde disqualifiziert.
(rek)


