Fussball
Europa League
Luzern verpasst erstmaligen Einzug in die Europa League
Der FC Luzern ist im Europa-League-Playoff gegen Genk ausgeschieden. Die Innerschweizer verloren in Belgien 0:2 und vergaben so den 2:1-Vorsprung aus dem Hinspiel.
Rund drei Millionen Franken hätte der FC Luzern verdienen können, wenn er es erstmals in der Vereinsgeschichte den Einzug in die Gruppenphase eines UEFA-Wettbewerbs geschafft hätte. Statt in der Europa League vielleicht gegen Liverpool, Atletico Madrid oder Inter Mailand antreten zu können, muss sich Luzern wieder auf den nationalen Alltag konzentrieren.
Muntwiler mit Top-Chance in der 95. Minute
Ein Remis beim belgischen Meister von 2011 hätte den Innerschweizern gereicht, um den Coup im Playoff-Rückspiel zu realisieren. Stattdessen kassierten sie eine Niederlage, die sie unter anderen Umständen womöglich hätten verhindern können.
Der Sieg aus dem Hinspiel von letzter Woche genügte nicht, Genk schaffte das Weiterkommen letztlich dank des Auswärtstors zum 1:2 vom letzten Donnerstag.
In der Reprise vor etwas mehr als 12'100 Zuschauern kassierte Luzern in Unterzahl die Treffer zum 0:2 in der 56. und 88. Minute. Mit dem Mut der Verzweiflung rettete Philipp Muntwiler den FCL beinahe noch in die Verlängerung. Doch Genks Goalie Laszlo Köteles wehrte Muntwilers Kopfball in der 95. Minute mit einer spektakulären Parade ab.
Rangelov mit unnötigem Platzverweis
Vollgas-Fussball war es nicht, was Genk zu spielen versuchte. Aber der letztjährige Champions-League-Teilnehmer war klar überlegen, ohne indes zwingend zu sein. Einzige nennenswerte Aktion war der Schlenzer von Steeven Joseph-Monrise (20.).
Zur Unzeit leistete sich Dimitar Rangelov einen unentschuldbaren Aussetzer. Der ehemalige Bundesliga-Profi trat in der 37. Minute bei einem Spielunterbruch (!) gegen Nadson nach und wurde völlig zurecht des Feldes verwiesen.
Gleichzeitig humpelte Dario Lezcano verletzt auf dem Feld herum und musste kurz darauf ausgewechselt werden. Damit verlor der FCL, der ohnehin unter Druck stand, innert zwei Minuten zwei wichtige Offensivkräfte.
13. Niederlage im 20. Europacupspiel für Luzern
Genks Vorwärtsdrang wurde ziemlich bald nach der Pause belohnt. Daniel Fernandez erzielte in der 56. Minute auf sehenswerte Weise das 1:0. Die Direktabnahme des spanischen Aussenverteidigers war für FCL-Goalie David Zibung unhaltbar. Genks Führungstreffer, der sich abgezeichnet hatte, erschwerte die Luzerner Aufgabe doppelt.
Der eingewechselte Ayub Masika zirkelte zwei Minuten vor Schluss den Ball per Aussenrist in Zibungs nahe Ecke. Er löste damit die letzten verzweifelten Luzerner Versuche aus, doch noch die Overtime zu erzwingen.
(si/ako)


