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Champions League
Frei entschuldigt sich - Heusler freut sich
Die Enttäuschung nach dem Verpassen der Champions League ist bei Meister Basel nicht zu übersehen. Doch Präsident Bernhard Heusler blickt erwartungsvoll Richtung Europa League. Auch Torjäger Alex Frei, der sich für seinen verschossenen Elfmeter entschuldigte, will nichts von einer Abwertung dieser Liga wissen.
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Alex Frei steht erneut im Mittelpunkt. Zum ersten Mal am letzten Wochenende bei seinem Comeback nach 3-wöchiger Verletzungspause. Nach der 1:2-Niederlage in St. Gallen gibt er erzürnt laute Töne von sich. Es reiche jetzt, man müsse über die Bücher, warnte der FCB-Leader. Und: Einiges müsse sich ändern.
Die mahnenden Worte von Frei fanden die Adressaten nicht. Der FC Basel zeigte 4 Tage später beim Playoff-Rückspiel zur Champions League in Cluj eine wenig inspirierende Darbietung. Und Frei äusserte sich nach der Partie erneut - dieses Mal aber entschuldigend. Er hatte kurz vor dem Seitenwechsel die grosse Chance zum Ausgleich vergeben, indem er einen Elfmeter Richtung obere Tribünenränge abgegeben hatte.
Europa League nicht abwerten
«Ich kann mich nur bei der Mannschaft entschuldigen. Es gibt keine Ausreden», so der 33-Jährige, ansonsten ein zuverlässiger Schütze vom Elfmeterpunkt. Er sei kurz vor der Schussabgabe weggerutscht und habe den Platz umgepflügt. «Es tut mir Leid für die Mannschaft und für den Aufwand, den wir betrieben haben.»
Allzu lange wollte er jedoch nicht lamentieren und hadern. «Man darf jetzt sicher ein bis zwei Tage enttäuscht sein, dann geht es aber weiter.» Natürlich hätte man gerne in der Champions League gespielt, «aber die Europa League darf nicht abgewertet werden. Das wäre nicht richtig.»
Heuslers Vorfreude
In die gleiche Kerbe schlug FCB-Präsident Bernhard Heusler: «Manche mögen dies nicht verstehen, aber wir bereiten uns jetzt auf die Europa League vor und freuen uns darauf.» Zugleich gestand er, dass das Ausscheiden eine Enttäuschung sei. «Doch Cluj war über die beiden Spiele gesehen gesamthaft besser und hat es sich verdient.»
3 Mal in den letzten 4 Jahren vertrat Basel die Schweiz in der «Königklasse», zuletzt 2 Mal in Serie. «Es ist vor allem sportlich ein Verlust. Die Champions League ist der Wettbewerb, bei dem alle dabei sein wollen», so Heusler. Das finanzielle Minus könne man verkraften. Und es sei ja nicht so, dass in der Europa League gar nichts zu verdienen sei.
Nach Punkten besser als vor einem Jahr
Fazit: Der FCB war in Rumänien schlicht nicht bereit. Dafür gibt es aber auch Gründe. Das Mittelfeld leidet unter den Abgängen von Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka und Benjamin Huggel, die Defensive unter dem Verlust von David Abraham. Und wenn dann die designierten Leader wie Marco Streller und Frei angeschlagen sind oder gerade von Verletzungen zurückkommen, wird es schwierig. Hinzu kam am Mittwoch das Fehlen der Flügel Mohamed Salah und Valentin Stocker.
Die neue Ausgabe des FCB benötigt noch Anlaufzeit. Am Wochenende soll nach 3 Niederlagen in Serie gegen den FC Zürich wieder ein positives Resultat her. Und: Vor einem Jahr hatten die «Bebbi» nach 7 Meisterschaftsspielen 9 Punkte auf dem Konto, jetzt sind es deren 12 - trotz den Abgängen. Es ist nicht alles schlecht, aber die Ansprüche sind hoch (geblieben).
(jäg)


