Leichtathletik
Weltklasse Zürich
Bolt: «Einige Regeln in London machten keinen Sinn»
Vor seinem Auftritt beim Diamond-League-Meeting Weltklasse Zürich am Donnerstag äussert sich Usain Bolt im Gespräch mit SF zu den strikten Vorschriften während London 2012, erzählt von seiner Heimat Jamaika und verrät, dass er im Dress von Manchester United eine gute Figur abgeben würde.
Einige Vorschriften bei London 2012 waren für Usain Bolt nicht nachvollziehbar. So war es den Athleten verboten, Gummibänder oder Springseile ins Stadion zu führen. Zudem mussten die Sprinter bei ihrer Präsentation alle auf einer Linie stehen. Aus dem Konzept bringen liess er sich dadurch bekanntermassen nicht: «Das ist London, die machen immer viele Regeln.»
Die Ruhe in Person
Überhaupt scheint es kaum möglich, den Jamaikaner aus der Ruhe zu bringen. Er sei nie nervös, die Grösse des Wettkampfs spiele dabei keine Rolle. Seine Spässchen und Showeinlagen sieht er gar als Mittel, um sich besser zu konzentrieren: «Ich mag es, zu entspannen und zu geniessen, was ich tue. So habe ich die Möglichkeit, meine beste Leistung zu bringen.»
Der Heimat etwas zurückgeben
Die Mentalität seiner Heimat begünstigt diese ausgeprägte Gelassenheit. Jamaika bedeutet Bolt viel: «Ich bin ein grosser Familienmensch. Ausserdem ist es auf Jamaika immer warm und angenehm.» Von seiner Popularität erhofft er sich einen positiven Effekt auf die Wirtschaft des karibischen Inselstaats, beispielsweise durch vermehrten Tourismus. Darüber hinaus unterstützt er mit seiner Stiftung Kinder in Not.
Unvorbereitet in die Premier League
Das Kind im grossgewachsenen Mann Bolt ist Fan von Manchester United. Via Medien hat sich der Sprinter Trainer Alex Ferguson als Spieler anerboten. Dank seinem unerschütterlichen Selbstvertrauen wähnt er sich für diese Aufgabe ohne weiteres gewappnet: «Es gibt keinen Grund, zu trainieren. Ich kenne den Sport und weiss, wie man spielen muss.»
Alles ist möglich, ausser Skifahren
Keine Hoffnung auf einen Auftritt von Bolt darf sich dagegen Swiss-Ski machen. Auf die Frage, ob er jemals Wintersport betrieben habe oder dies zumindest auszuprobieren gedenke, entgegnet er beinahe entgeistert: «Nein, nein, das werde ich nie tun.» Dass dies seinem Lebensmotto widerspricht, scheint Bolt nicht zu stören: «Alles ist möglich, das meine ich genau so.»
(rha)


