Fussball
Europa League
YB mit klarem Auswärtssieg in Dänemark
Die Young Boys können für die Gruppenphase der Europa League planen. Die Berner siegten im Playoff-Hinspiel bei Midtjylland (Den) mit 3:0 und haben für das Rückspiel im Stade de Suisse alle Vorteile auf ihrer Seite.
Kurz vor der Pause fiel das wichtige Auswärtstor für die Young Boys. Raul Bobadilla übernahm in der 43. Minute nach einem Seitenwechsel von Christian Schneuwly den Ball auf der rechten Seite, zog in die Mitte, vorbei an zwei Dänen, und bezwang den gegnerischen Torhüter mit einem präzisen Schuss von der Strafraumgrenze.
Flanke findet den direkten Weg ins Tor
Für das zweite YB-Tor war Alexander Farnerud acht Minuten vor dem Ende besorgt. Der Schwede flankte zur Mitte, wo Emmanuel Mayuka zwar den Ball verpasste, dieser aber vorbei an allen Spielern im Tor landete. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Moreno Costanzo in der Nachspielzeit: Er traf aus 14 Metern wunderbar ins Lattenkreuz.
Die Berner hatten das Geschehen vor nicht einmal 5000 Fans in Herning fast immer im Griff. Einzig zwischen der 25. und 40. Minute musste YB dem Gegner die Initiative überlassen. Gefährlich wurde es für YB aber nur einmal: Kurz nach der Pause setzte Midtjyllands nigerianischer Stürmer Hassan zum Solo an, konnte von YB-Verteidiger Ojala im letzten Moment aber am Schuss gehindert werden.
YB in der Schlussphase in Überzahl
Ansonsten war Midtjylland der erwartet biedere Gegner. Die Dänen sind in der heimischen Liga bloss auf Platz 8 klassiert. Erschwerend kam für das Heimteam hinzu, dass es ab der 71. Minute nur noch zu zehnt war, nachdem Stürmer Morten Rasmussen innerhalb von wenigen Sekunden zweimal verwarnt worden war. In Überzahl gelangen den Young Boys dann auch die beruhigenden Tore 2 und 3.
Für YB wäre sogar ein noch komfortableres Polster für das Rückspiel am 30. August im Stade de Suisse möglich gewesen. Schon nach drei Minuten setzte Bobadilla einen ersten Abschluss an den Pfosten. Und nach der Pause vergab zunächst Mayuka zweimal in aussichtsreicher Position.
Protest der Dänen wegen Roter Karte
Die Rote Karte gegen Rasmussen könnte allerdings ein juristisches Nachspiel haben. Der russische Schiedsrichter Maxim Lajuschkin zeigte dem Stürmer nach dem Ellbogenschlag gegen Juhani Ojala die Gelbe und daraufhin die Rote Karte, obwohl Rasmussen - aus Sicht der Dänen - zuvor noch nicht verwarnt geworden war. Der Entscheid führte zu heftigen Reaktionen und Diskussionen, ehe der Sünder nach einigen Minuten das Feld verliess.
Die Verantwortlichen des Heimteams legten Protest ein, da sie der Meinung waren, dass es sich bei der Aktion nicht um einen Tatsachenentscheid handelt. Laut dem Schiedsrichter-Beobachter und dem UEFA-Delegierten war Rasmussen allerdings in der 60. Minute bereits verwarnt worden - was jedoch niemand im Stadion bemerkte.
(si/ako)


