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BVB: Qualität ist geblieben - Bestätigung muss folgen
Der deutsche Double-Gewinner Borussia Dortmund eröffnet am Freitag mit dem Heimspiel gegen Werder Bremen die 50. Bundesliga-Saison. Mit einem breiten Kader, der enorm viel Qualität aufweist, strebt der BVB als Mitfavorit den Titel-Hattrick an.
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Die Hauptprobe für die kommende Saison ist Borussia Dortmund missglückt: Im Supercup setzte es gegen Bayern München eine 1:2-Niederlage ab. Nach 5 Siegen in Folge gegen den deutschen Rekordmeister musste das Team von Jürgen Klopp erstmals wieder eine Niederlage einstecken. Mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg im Pokal gegen Oberneuland ist der Saisonauftakt aber geglückt.
Kein Qualitätsverlust beim BVB
Der BVB krönte die vergangene Spielzeit mit dem erstmaligen Doublegewinn in der Klubgeschichte. Und obwohl mit Shinji Kagawa einer der Leistungsträger zu Manchester United abgewandert ist, haben die Borussen keineswegs einen Qualitätsverlust erlitten. Der Abgang des Japaners wurde mit der Verpflichtung des Eigengewächs' Marco Reus (für 17,1 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach) adäquat kompensiert.
Prunkstück Mittelfeld
Das Prunkstück in der BVB-Ausgabe 2012/2013 bildet zweifelsohne das Mittelfeld, welches Klopp noch vor einige (Luxus-)Probleme stellen könnte. Der erst 23-jährige Reus, der nach einer überragenden Saison zum Spieler des Jahres gekürt wurde, ist schon nach wenigen Einsätzen der unumstrittene Dreh- und Angelpunkt. Der Pole Jakub Blaszczykowski nähert sich seiner Bestform der Rückrunde und dürfte auf der rechten Seite gesetzt sein.
Im Zentrum werden sich Sebastien Kehl, Ilkay Gündogan und Sven Bender die Positionen streitig machen. Und auf der linken Seiten zeichnet sich ein Zweikampf zwischen Kevin Grosskreutz und Ivan Perisic ab. Bleibt noch Mario Götze. Der 20-Jährige befindet sich nach seiner langwierigen Verletzung auf dem Weg zurück und bewies seine Fähigkeiten bereits in seinem Teileinsatz gegen Bayern München. Sein Vorteil ist, dass er auf allen 3 Positionen eingesetzt werden kann.
Bleibt Lewandowski?
Im Sturm reagierten die BVB-Verantwortlichen auf den Abgang von Lucas Barrios mit der Verpflichtung Julian Schiebers von Ligakonkurrent VfB Stuttgart. Die grössten Hoffnungen ruhen aber weiterhin auf dem letztjährigen Topskorer Robert Lewandowski (22 Treffer). Dortmund will den Vertrag mit dem Polen schon seit geraumer Zeit verlängern, doch noch liebäugelt dieser mit einem Wechsel.
«Sorgen» in der Abwehr
Dortmund gewann den 8. Meistertitel auch dank einer starken Defensivleistung. Hinter Bayern haben die Westfalen am zweitwenigsten Treffer kassiert (25). Vor allem das Innenverteidiger-Duo mit Neven Subotic und Mats Hummels spielte eine überragende Saison. Doch in der Vorbereitung zeigte sich die Defensiv-Abteilung noch nicht sattelfest, zu viele Treffer liess die Hintermannschaft zu. «Wir haben zu viele einfache Tore kassiert. Das müssen wir unbedingt abstellen», kritisierte Klopp seine Abwehr.
Wenn Dortmund warmläuft…
Doch wenn ein paar Zuordnungsschwierigkeiten die einzigen Sorgen bleiben und die Klopp-Equipe mehr oder weniger verletzungsfrei durch die Saison kommt, dann stehen die Chancen auf den Titel-Hattrick mehr als nur gut. Denn wenn der BVB-Motor erst einmal warmgelaufen ist, ist er nur schwer zu stoppen. In der vergangenen Saison lag Dortmund nach dem 6. Spieltag auf dem 11. Rang – 28 ungeschlagene Meisterschaftspartien später (davon 23 Siege!) war der BVB zum zweiten Mal in Folge deutscher Meister.
Internationaler Erfolg muss her
Dortmund hat sich unter Klopp, der seit 2008 an der Seitenlinie beim BVB steht, national zu einem absoluten Spitzenteam entwickelt. Der Weg zum Titel wird auch in der neuen Saison über die Borussen führen. International müssen sich die Westfalen aber erst noch behaupten. Letztes Jahr schied Dortmund in der Gruppenphase der Champions League sang- und klanglos aus. In dieser Spielzeit müssen Klopp und seine Spieler beweisen, dass sie dem Druck standhalten und auch auf internationalem Niveau bestehen können.
(sta)


