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«Bayern-Lichtblick» Shaqiri in aller Munde

Dienstag, 21. August 2012, 11:11 Uhr

Mit seinem überzeugenden Auftritt in der Startrunde des DFB-Pokals hat Bayern Münchens Zuzug Xherdan Shaqiri gleich im 1. Ernstkampf mit dem neuen Klub beste Werbung in eigener Sache gemacht. Trotz der Lobeshymnen bleibt der Schweizer Nationalspieler unaufgeregt.

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«Shaqiri ist ein Riesenfussballer», lobte Bayern-Trainer Jupp Heynckes. «Grosses Kompliment. Er hat sich eindrucksvoll gezeigt», waren die Worte von Sportdirektor Matthias Sammer. Und ARD-Experte und Ex-Bayern-Wirbelwind Mehmet Scholl sagte: «Man weiss, wie Ribéry spielt, man weiss, wie Robben spielt. Aber Shaqiri ist neu. Er macht den FC Bayern variabler.»

Ein Tor, zwei Assists

Xherdan Shaqiri ist nach dem DFB-Pokal-Spiel des FC Bayern gegen Zweitliga-Aufsteiger Jahn Regensburg (4:0) in aller Munde. Der 20-Jährige war bei der unangenehmen Pflichtaufgabe der Mann des Spiels. In der Pause eingewechselt, erzielte der Schweizer Nationalspieler das 2:0 per direkten Freistoss selber und bereitete die beiden weiteren Treffer mustergültig vor.

Einer der Freistossschützen

Bereits nach wenigen Wochen beim neuen Klub und noch vor dem Bundesliga-Auftakt scheint sich der Ex-Basler beim deutschen Rekordmeister als einer der Freistossschützen etabliert zu haben. «Wir haben in den letzten Tagen Freistösse geübt. Shaqiri gehörte mit Toni Kroos zu den Besten», so Heynckes. 

«Ein Strassenfussballer»

Der Bayern-Coach weiter: «Er ist ein Strassenfussballer mit toller Intuition. Ich habe ihn nicht geholt, damit er irgendwann wieder in der Versenkung verschwindet.» Shaqiri, für den die Münchner dem FCB geschätzte 13 Millionen Franken überwiesen haben, wird von Welt Online  als Lichtblick betitelt. Er könne das Bayern-Problem, sich gegen defensiv eingestellte Gegner oft schwer zu tun, beheben. Shaqiri sei eine Bereicherung für die Offensive.

Der wirbelnde «Kraftwürfel»

Sportdirektor Sammer präzisierte: «Er hat sehr gut zwischen den Linien gespielt.» Die Abendzeitung München  sah in Shaqiri am Montagabend gar einen «Fremdkörper im positiven Sinn». Trotz der Hitze, trotz der Führung und trotz des eher trägen Auftritts seiner Kollegen habe der «Kraftwürfel» gewirbelt.

Shaqiri bleibt bescheiden

Und was meint Shaqiri selber zu seinem Gala-Auftritt? Der 19-fache Nationalspieler (5 Tore) bleibt unaufgeregt: «Das war keine Kampfansage an Robben oder Ribéry. Es ging nur darum, das Beste für die Mannschaft zu tun.» Man habe gesehen, dass er nicht nur der «kleine Schweizer» sei, sondern dem Team helfen könne, so Shaqiri weiter. «Ich will mich mit guten Leistungen in die Mannschaft einbringen.» Das ist ihm am Montagabend eindrücklich gelungen.

(rek)