Tennis
ATP Cincinnati
Djokovic gegen Federer und den «Cincy»-Fluch
Das ATP-1000-Turnier von Cincinnati hat seinen Traumfinal. Mit dem grossen Duell zwischen Roger Federer und Novak Djokovic treffen die Weltnummern 1 und 2 aufeinander (ab 19.10 Uhr auf «SF info»), wobei der Schweizer bessere Erinnerungen an die «Cincy»-Finals hat als der Serbe.
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Das 28. Direktduell zwischen Roger Federer und Novak Djokovic ist die logische Folge einer eindrücklichen Machtdemonstration der Weltnummern 1 und 2. Sowohl der Schweizer als auch der Serbe haben auf dem Weg ins Endspiel keinen Satz abgegeben, ja sie mussten sich sogar kein einziges Mal breaken lassen.
Federer: «Sehr zufrieden mit meinem Spiel»
Djokovic, der im Head-to-Head mit 12:15 Siegen zurückliegt, spricht vor dem Duell mit seinem Rivalen von einer grossen Herausforderung. «Roger gelingt es immer wieder, sein Level in entscheidenden Spielen zu steigern. Aber auch ich habe zuletzt gut gespielt.»
Federers Ausblick sieht da ganz ähnlich aus. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel hier», bilanzierte er nach dem Halbfinalerfolg über Stanislas Wawrinka. «Doch auch Djokovic hinterliess in seinen Matches einen bestechenden Eindruck.»
Djokovics Final-Fluch von Cincinnati
Während Federer bisher 4 «Cincy»-Endspiele bestritten und dabei immer triumphiert hat, kämpft Djokovic in der Metropole Ohios gegen seinen persönlichen Final-Fluch. Der 25-Jährige griff in den letzten 4 Jahren 3 Mal nach dem Siegerpokal, musste sich aber jeweils mit dem 2. Preis begnügen. So auch 2009, als das Final-Duell bereits einmal Federer vs. Djokovic gelautet hatte.
Djokovic der König der Hartplätze?
Am Selbstvertrauen dürfte es Djokovic trotzdem nicht fehlen. Mit seinem Triumph vor einer Woche in Toronto hat er seinen Olympia-Frust schnell überwunden, zudem konnte er am Samstag gegen Juan Martin Del Potro direkt Revanche für das verlorene Bronze-Spiel in London nehmen. Ebenfalls für den «Djoker» spricht, dass er gegen Federer die letzten 4 Hartplatz-Begegnungen allesamt gewinnen konnte.
«Djokovic ist auf dieser Unterlage immer noch der ‚Man to beat‘», sagt Federer. Allerdings lässt sich auch seine eigene Jahresbilanz auf Hartplatz durchaus sehen. 27 Siegen stehen da nämlich gerade einmal 2 Niederlagen gegenüber.
Federer bleibt Nummer 1
Im Kampf um die Weltranglistenspitze hat das Duell der beiden Ausnahmekönner keine unmittelbaren Konsequenzen. Mit Federers Finaleinzug steht bereits fest, dass der Schweizer die Spitzenposition bis nach den US Open halten und seine Rekordmarke auf mindestens 295 Wochen ausbauen wird.
Federer könnte seine Vormachtstellung in Flushing Meadows gar weiter zementieren, hat er doch 1280 Punkte weniger zu verteidigen als Titelverteidiger Djokovic.
(eli)


