Fussball
Primera Division
Trotz Wirtschaftskrise: Real und Barça bleiben Favoriten
In der am Wochenende beginnenden Primera Division bleiben Real Madrid und der FC Barcelona die ersten Titelanwärter. Allerdings haben sich beide Klubs im Zug der wirtschaftlichen Misere in Spanien ungewohnt zurückhaltend auf dem Transfermarkt bewegt.
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Wenn es dem ganzen Land schlecht geht, können es sich auch die Fussball-Klubs nicht leisten, mit Millionen um sich zu werfen. Fakt ist: Die 20 Klubs der Primera Division sitzen auf einem Gesamtschuldenberg von rund 3,5 Milliarden Euro.
Insgesamt wurden bis zum jetztigen Zeitpunkt «nur» rund 60 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben - in der gesamten Liga. Noch vor drei Jahren gab allein Real Madrid 250 Millionen Euro für Einkäufe aus.
Titelverteidiger Real Favorit Nummer 1
Die finanziell harten Zeiten machen auch vor den Schwergewichten Real Madrid und FC Barcelona nicht Halt. Real Madrid hat noch keinen neuen Spieler verpflichtet. Bis zum Transferende am 31. August wird mit grösster Wahrscheinlichkeit der Kroate Luka Modric von den Tottenham Hotspur zu den «Königlichen» wechseln.
Der 26-Jährige ist der Wunschkandidat von Trainer José Mourinho, der mit Real die erfolgreiche Titelverteidigung anpeilt. Da seine Mannschaft keine gewichtigen Abgänge hat verkraften müssen und mit eingespielter Truppe agieren kann, sind die Madrilenen sicherlich Titelkandidat Nummer 1.
Barça: Vilanova ersetzt Erfolgstrainer Guardiola
Der Meisterschaftskampf wird sich wie schon in den letzten acht Jahren zwischen Madrid und dem FC Barcelona abspielen. Die Katalanen haben sich noch mehr auf heimisches Schaffen konzentriert, was ihnen in Spanien selbst viele Sympathien einbringt. Seit 1996 standen nie mehr so wenige Ausländer im Kader von «Barça».
Neben dem neuen Trainer Tito Vilanova, der an die erfolgreichen Jahre seines Vorgängers Pep Guardiola anknüpfen will, hat Barcelona bisher nur einen grösseren Transfer getätigt. Der 23-jährige Linksverteidiger Jordi Alba, ein eigener Junior, der 2007 zu Valencia gewechselt war, unterschrieb für fünf Jahre. Ausserdem ist Barcelona an Arsenals Kameruner Alexandre Song interessiert und will für ihn 18 Millionen bezahlen.
Galicien mischt wieder in der Primera mit
Im Konzert der «Grossen» spielen auch Valencia und Malaga. Seit seinem letzten Meistertitel 2004 gehörte Valencia mit einer Ausnahme (Saison 2004/05) stets zu den Top 5 der Liga. Den Abgang von Jordi Alba kompensierten die Valencianos mit Zuzügen wie Nelson Valdez oder den bei Real Madrid ausgemusterten Fernando Gago und Sergio Canales.
In der autonomen Region Galicien, im nordwestlichsten Zipfel Spaniens, ist die Vorfreude auf die am Samstag beginnende Saison besonders gross. Mit Deportivo La Coruña und Celta Vigo stiegen gleich zwei galicische Klubs in die Primera Divison auf. Die Fans dürfen sich Ende Oktober auf das erste «Gallego»-Duell freuen. Darauf haben sie seit dem Abstieg Vigos Ende der Saison 2006/07 gewartet.
(si/ako)


