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Premier League

Schreibt Di Matteo seine Erfolgsgeschichte fort?

Freitag, 17. August 2012, 11:05 Uhr

Neben den beiden Teams aus Manchester gelten traditionell Chelsea (mit Trainer Roberto Di Matteo) und Arsenal als Mitfavoriten auf den Titel in der am Wochenende beginnenden Premier League. Beide Teams müssen sich aber zunächst erst finden, nachdem sie wichtige Spieler abgegeben haben.

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Roberto Di Matteo nimmt Stellung zum Saisonstart (in englisch)

Er kam, sah und siegte. Als Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch genug von seinem jungen Star-Trainer André Villas-Boas (inzwischen Trainer beim Ligarivalen Tottenham) hatte, installierte der reiche Russe Roberto Di Matteo. Der Italiener, der in Schaffhausen geboren wurde, war zunächst nur als Interimslösung gedacht.

Gewinn des FA-Cups und der Champions League

Doch Di Matteo machte seine Sache besser als gedacht. So gewann er mit Chelsea nicht nur den FA-Cup, sondern, viel wichtiger für Abramowitsch, auch die Champions League in einen dramatischen Finalspiel gegen Bayern München. Nun folgt für den 42-Jährigen eine Saison der Bestätigung.

Drogba muss ersetzt werden

Dies wird jedoch nicht so einfach. Spieler wie Didier Drogba oder Salomon Kalou haben den Verein verlassen. Als Neuzugänge konnte bisher unter anderem der deutsche Nationalspieler Marko Marin (Werder Bremen), der Belgier Eden Hazard (Lille) und der Brasilianer Oscar von Internacional Porto Alegre für über 100 Millionen Franken verpflichtet werden.

Zusammen mit bisherigen Stars wie Torhüter Petr Cech, Mittelfeldspieler Juan Mata oder Torjäger Fernando Torres dürften die «Blues» eine starke Mannschaft stellen, die an guten Tagen problemlos mit Manchester City oder Manchester United mithalten kann.

Arsenal mit Podolski, aber ohne van Persie

Bis Mittwoch durfte auch Arsenal London mit Trainer Arsène Wenger zum Kreis der Mitfavoriten auf den Meistertitel gezählt haben. Doch nachdem Toptorjäger Robin van Persie zu Manchester United gewechselt hat, dürfte die Truppe um ihren französischen Trainer nicht mehr allzu viel Kredit geniessen. Auch die Liste der Neuzugänge liest sich nicht wie das «Who's Who» des Weltfussballs.

Zwar sind Olivier Giroud, Santi Cazorla und der Deutsche Lukas Podolski gute Spieler, ob sie sich aber in der Premier League durchsetzen können, wird sich erst noch zeigen. Besonderes Augenmerk, vor allem nach dem Abgang von Van Persie, dürfte dem Ex-Kölner Podolski und Olivier Giroud zukommen.

Tottenham in Lauerstellung

Eine starke Rolle dürfte in der kommenden Premier-League-Saison auch Tottenham Hotspur einnehmen. Das Team um den neuen Trainer André Villas-Boas erreichte letzte Saison den starken 4. Platz, muss aber wegen Chelseas Champions-League-Triumph in der Europa League antreten. Einzige Ungewissheit gibt es noch um Mittelfeldregisseur Luka Modric. Der Kroate wird heftig von Real Madrid umworben. Ein allfälliger Abgang wäre ein herber Rückschlag für die Ambitionen der «Spurs».

Keine spektakulären Neuzugänge, dafür einen neuen Trainer präsentiert der FC Liverpool. Der Nordire Brendan Rodgers, gekommen vom walisischen Klub Swansea, führt nun die Geschicke des Traditionsklubs und soll die «Reds» wieder an alte, glanzvolle Zeiten heranführen.

West Ham als stärkster Aufsteiger

Von den Aufsteigern in die Premier League dürfte am ehesten noch West Ham United ein Mittelfeldplatz zugetraut werden, dank einigen guten Transfers wie jenem des französischen Nationalspielers Alou Diarra von Marseille. Dagegen wird es beim FC Reading und dem FC Southampton in erster Linie darum gehen, den sofortigen Wiederabstieg zu verhindern.

Schweizer müssen um ihren Platz kämpfen

Die Schweizer Fussballer in der Premier League dürften mehrheitlich hartes Brot zu essen haben. Johan Djourou ist beim FC Arsenal zurzeit nur noch Innenverteidiger Nummer 4. Er muss auf einige Ausfälle hoffen, damit er regelmässig zum Einsatz kommen wird. Fulhams Verteidiger Philippe Senderos fällt weiterhin mit einer Fussverletzung aus und hat daher für den Londoner Klub noch kein einziges Vorbereitungsspiel absolviert. Besser sieht es für Mittelfeldakteur Pajtim Kasami aus. Der 20-Jährige wird seine Einsätze bekommen und mehrheitlich zwischen Stammelf und Ersatzbank pendeln.

(ako)