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Nati: «Mit Spielfreude» in die WM-Quali
Nach dem 4:2-Auswärtssieg im Testspiel gegen Kroatien ist der Tenor bei den Schweizer Nationalspielern durchweg positiv. Stephan Lichtsteiner stimmt die Art und Weise, wie der Sieg zustande kam, im Hinblick auf die bevorstehende WM-Qualifikation zuversichtlich.
Nati-Captain Gökhan Inler zeigte sich nach dem überzeugenden 4:2-Sieg in Split gegen EURO-Teilnehmer Kroatien rundum zufrieden: «Dieser Sieg hilft uns sehr für die Moral.» Stephan Lichtsteiner weiss um die Bedeutung dieses Tests: «Es ist sehr wichtig, das letzte Freundschaftsspiel vor der WM-Qualifikation zu gewinnen und auch die Art und Weise war ok.» Der Juve-Söldner hält fest: «Wir sind in Form».
Kroatien nicht in Topform
Doch Lichtsteiner weiss ebenso gut wie der Rest der Schweizer Nationalspieler, dass die Kroaten nicht an ihre grossen Leistungen während der EURO angeknüpft hatten. Granit Xhaka gestand: «Ich war überrascht, dass Kroatien nicht so fit war». Doch der Gladbacher war trotzdem zufrieden mit der Leistung: «Wir haben über 90 Minuten ein gutes Spiel gezeigt.» Auch Xherdan Shaqiri, mit 2 Assists einer der Auffälligsten im Schweizer Team, zog ein positives Fazit: «Es war ein guter Test, wir spielten offensiv sehr gut und sind bereit.»
Weiterhin Mängel in der Defensive
Eines der Mankos im Team von Ottmar Hitzfeld bleibt aber weiterhin die Defensive. Zwar holte sich die Verteidigung ein besseres Zeugnis ab als zuletzt, aber die fehlende Spielpraxis und die Lücke nach dem neuerlichen Ausfall von Philippe Senderos waren weiterhin spürbar. Aus 3 guten Chancen machte der Gegner 2 Mal das Tor.
«Punkte gegen kleine Mannschaften holen»
Auffallend ist, dass die Schweiz nach dem sensationellen 5:3-Sieg über Deutschland einmal mehr gegen einen starken Gegner gross aufgespielt hat. Nach dem Sieg über die FIFA-Weltnummer 9 analysierte Xhaka: «Gegen die grossen Mannschaften klappt es momentan, jetzt müssen wir schauen, dass wir auch gegen die kleinen Punkte holen. Wenn wir so weiterspielen, bin ich überzeugt, dass wir eine gute WM-Quali spielen.»
Die Spielfreude mitnehmen
Dass die Schweiz auch gegen spielerisch weniger starke Gegner überzeugen kann, muss sie bereits am 7. September in Slowenien und am 11. September gegen Albanien zeigen. Inler will in den Qualifikationsspielen «die Spielfreude und die Frechheit vor dem Tor» mitnehmen. «Das braucht es gegen Slowenien und Albanien», ist der Napoli-Regisseur überzeugt. Dass die Schweizer Nati nach der verpatzten EURO-Qualifikation auf Revanche sinnt, wurde in Split augenscheinlich. Shaqiri brachte es auf den Punkt: «Man sieht, dass wir uns unbedingt für die WM qualifizieren wollen.»
(sas)


