Fussball
Testspiel
Hitzfeld: «Ein guter Stamm von 16 Spielern»
Nationalcoach Ottmar Hitzfeld konnte ein zufriedenes Fazit ziehen nach dem 4:2-Sieg der Schweizer Nati gegen Kroatien. Nicht nur das Resultat stimmte den Coach freudig, sondern auch die taktischen Varianten, die er an diesem warmen Abend in Split ausprobieren liess.
Vor allem im Mittelfeld forderte Hitzfeld beim einzigen Test vor dem Start zur WM-Qualifikation taktische Flexibilität. Und sein Team entsprach den Wünschen des Lörrachers vollauf: Xherdan Shaqiri, Tranquillo Barnetta, Granit Xhaka und Valon Behrami tauschten laufend ihre Plätze und stellten so die behäbigen Gastgeber immer wieder vor Probleme. Das Resultat: 4 Auswärtstore gegen einen EURO-Teilnehmer aus den Top 10 des FIFA-Rankings – ein seltenes Erlebnis für Schweizer Fussball-Fans.
«Die vielen Positionswechsel im Mittelfeld waren wichtig, so wie wir das auch geplant hatten. Das hat in der 1. Hälfte prima geklappt und auch nach der Pause, als neue Spieler in die Partie kamen», lobte Hitzfeld seine Schützlinge.
«Ein Augenschmaus»
Tatsächlich setzte die Schweiz ihre starke Leistung aus der 1. Halbzeit auch nach der Pause fort, obwohl Hitzfeld bei Wiederanpfiff gleich vier Wechsel vornahm. Die Nati kam nicht aus dem Rhythmus und spielte weiter ideenreich nach vorne: «Die verschiedenen Aktionen um den Strafraum herum waren wirklich ein Augenschmaus, ein 4:2 hier gegen einen solchen Gegner - das ist unbezahlbar», schmunzelte Hitzfeld, der für Shaqiri ein zusätzliches Sonderlob bereit hatte: «Es war wichtig, dass Xherdan Shaqiri öfters im Zentrum gespielt hat. Er ist jener Spieler, der sich auch mit dem Rücken zum Tor schnell drehen und dann den entscheidenden Pass spielen kann», meinte der Lörracher über den Neo-Angestellten seines ehemaligen Arbeitgebers.
Gavranovic - die Alternative
Freude bereitete dem Nationalcoach auch Mario Gavranovic, der nach der Pause eingewechselt wurde und in seinem 3. Länderspiel seine ersten beiden Tore erzielte. «Mario hat die Rückkehr aus Deutschland in die Schweiz enorm gut getan. Er ist immer noch ein torgefährlicher Stürmer und eine starke Alternative zu Eren Derdiyok», so Hitzfeld.
«Wir haben nun verschiedene Optionen»
Flexibilität im Mittelfeld, Alternativen im Angriff – die Schweiz scheint rechtzeitig zum Start zur Qualifikation für die WM 2014 zumindest in zwei Zonen grosse Fortschritte zu machen: «Wir haben nun verschiedene Optionen. Und das ist auch der Sinn. Wir sind nicht nur von 11 Spielern abhängig, sondern haben einen guten Stamm von 16 Akteuren», blickte Hitzfeld optimistisch in die Zukunft.
(ac)


