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Testspiel
Kroatien: ein Jubilar unter neuer Führung
Für die kroatische Nationalmannschaft steht das Testspiel am Mittwoch gegen die Schweiz unter speziellen Vorzeichen. Einerseits wird das 100-jährige Jubiläum des Verbandes gefeiert, andererseits gibt Trainer Igor Stimac sein Debüt. Zu reden geben aber auch die Personalien Ivan Rakitic, Luka Modric und Mario Mandzukic.
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Wie die Schweiz startet auch Kroatien am 7. September in die WM-Qualifikation. Der Test am Mittwoch soll letzte Erkenntnisse zum Vorschein bringen oder - im Fall der Kroaten - eine neue Ära einläuten. Der Umbruch findet allerdings nicht im Spieler-Kader statt, denn im Aufgebot gegen die Schweiz stehen nicht weniger als 17 EURO-Teilnehmer.
Suker und Stimac
Neu ist indes der Mann an der Seitenlinie. Igor Stimac löste nach der EURO Slaven Bilic, den es zu Lokomotive Moskau zog, als Trainer ab. Der 44-jährige Stimac brachte es zwischen 1990 und 2002 als Spieler auf 53 Länderspiele. An der EURO 1996 und der WM 1998 spielte er mit Davor Suker, dem kroatischen Stürmerstar, zusammen. Und eben dieser Suker ist seit dem 5. Juli neuer Verbandspräsident.
Obwohl die Kroaten gegen die Schweiz zu favorisieren sind, warnt Stimac vor dem Konkurrenten bzw. seinem Antipoden. «Uns erwartet ein ernst zu nehmender Gegner, auf dessen Bank ein grosser Fachmann sitzt», so der Trainer gegenüber der Zeitung 24 sata .
Rakitic: «Darauf habe ich lange gewartet»
Speziell wird die Partie nicht nur für Stimac werden, sondern vor allem auch für Ivan Rakitic. Der schweizerisch-kroatische Doppelbürger durchlief die SFV-Juniorenauswahlen, ehe er sich 2007 für Kroatien entschied. Beim FC Basel spielte der Mittelfeldmann zwischen 2005 und 2007 total 34 Mal, ehe er zu Schalke und später nach Sevilla wechselte.
«Auf diese Partie habe ich lange gewartet und freue mich entsprechend darauf», wird er in 24 sata zitiert. Die Schweiz verfüge über zahlreiche junge Spieler, die einen grossen Schritt nach vorne getan hätten. «Viele spielen für grosse Klubs, das wird sehr schwer für uns.»
Mandzukic trifft, Modric streikt
Für mediales Aufsehen auf Spielerebene sorgen in Kroatien derzeit mehrheitlich Mario Mandzukic und Luka Modric. Ersterer wechselte im Sommer für rund 13 Millionen Euro von Wolfsburg zu Bayern München. Der neue Starstürmer, der an der EURO 3 der 4 kroatischen Tore erzielte, scheint bereits in guter Form zu sein: Am Sonntag traf er für den FCB im Supercup gegen Dortmund.
Modric, begnadeter Techniker und Schaltzentrale der Kroaten, sorgt beinahe täglich für neue Schlagzeilen. Der 26-jährige Tottenham-Spieler möchte zu Real Madrid, doch bislang erachteten die Spanier die geforderte Ablösesumme als zu hoch. Ein Umdenken seitens der Spurs fand auch nicht statt, als Modric streikte und dem Training für 2 Tage fern blieb. Dafür belegten sie ihn mit einer Geldbusse in der Höhe von rund 122'000 Schweizer Franken.
Kroatien - Schweiz live
Das Testländerspiel zwischen Kroatien und der Schweiz in Split können Sie am Mittwochabend ab 20.00 Uhr live auf «SF zwei» und im Livestream auf sport.sf.tv mitverfolgen.
(jäg)


