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EURO-Revanche: England in Bern gegen Italien
Zwar sind viele Verantwortliche über den Länderspiel-Termin so kurz vor dem Saisonstart nicht glücklich, aber die Fussballfans dürfen sich am Mittwochabend auf einige interessante Affichen freuen: Italien-England und Deutschland-Argentinien ragen aus der Vielzahl an Paarungen heraus.
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An der EURO in diesem Sommer unterlag England im Viertelfinal dem späteren Finalisten Italien mit 2:4 nach Elfmeterschiessen. Nun bietet sich den «Three Lions» in Bern die Möglichkeit zur Revanche. Dabei verzichtet Trainer Roy Hodgson u.a. auf Leistungsträger wie Steven Gerrard, Wayne Rooney und John Terry. Die Stars werden geschont, weil am Wochenende die Premier League in die neue Saison startet.
Etliche Absenzen
Nur 3 Spieler aus der Viertelfinal-Startelf der EURO stehen im Kader der Engländer, die aber immerhin 4 Olympioniken in ihren Reihen haben. «Vielleicht können auch wir noch etwas von der guten Stimmung zu Hause profitieren», sagte Hodgson mit Blick auf die zurückliegenden Sommerspiele in London.
Auch Italiens Coach Cesare Prandelli kann personell nicht aus dem Vollen schöpfen. In Bern werden die Nationalspieler von Juventus Turin und Napoli fehlen, die sich am Wochenende in Peking im italienischen Supercup gegenüber gestanden hatten. «Wir wollen da weitermachen, wo wir bei der EURO aufgehört haben», sagte Prandelli, dessen Team in Retro-Trikots der WM 1982 auflaufen wird.
Rencontre zweier mehrfacher Weltmeister
In Frankfurt kommt es zur Neuauflage des WM-Finals von 1986 und 1990. Deutschland erhofft sich gegen Argentinien seinen 500. Länderspiel-Sieg. Zu reden gab vor allem Joachim Löws 1. öffentlicher Auftritt seit der EURO: Scharfzüngig wies er die, insbesondere seitens der deutschen Boulevardpresse, lautgewordene Kritik an ihm und der Nationalelf von sich.
Bei den Argentiniern gelingt es neuerdings «Zauberfloh» Lionel Messi auch im Nationaltrikot überragende Leistungen abzurufen. In den 3 Länderspielen dieses Jahres gelangen ihm 7 Tore. Trotz aller Strahlkraft des Superstars vom FC Barcelona ist bei den «Gauchos» aber die Diskrepanz zwischen offensivem und defensivem Potenzial augenfällig.
Während Gonzalo Higuain von Real Madrid wohl auf der Bank Platz nehmen muss und Carlos Tevez von ManCity nicht einmal aufgeboten wurde, spielt beispielsweise José Ernesto Sosa wohl von Beginn weg. Der defensive Mittelfeldspieler brachte es in seinen 3 Saisons für Bayern München bloss auf 35 Einsätze.
Illustres Trainer-Trio mit Debüts
Nach grösstenteils unrühmlichen Auftritten an der EURO nehmen Frankreich, die Niederlande und Russland den Weg an die WM 2014 mit neuen Trainern in Angriff. Didier Deschamps tritt bei den Franzosen die Nachfolge von Laurent Blanc an, der seinen Vertrag nicht mehr verlängerte. In Le Havre trifft die «Equipe tricolore» auf Uruguay.
Bei den Niederlanden, die die EURO punktelos beendeten, ist der 61-jährige Louis van Gaal zurück an der Seitenlinie. 2002 hatte er als Bondscoach die Qualifikation zur WM verpasst. Sein Comeback gibt er auswärts in Belgien. Fabio Capello, zuletzt englischer Teammanager, feiert seinen Einstand als Russland-Trainer gegen die Elfenbeinküste. Eine 1. Entscheidung hat er getroffen: Andrej Arschawin bleibt trotz herablassender Äusserungen gegen russische Fans Captain.
Auch die Schweizer Gruppengegner testen
Zwar stehen alle direkten Schweizer Konkurrenten auf dem Weg an die WM in Brasilien im Einsatz, doch es ist fraglich, ob sich viele Rückschlüsse aus den betreffenden Paarungen ziehen lassen. Während Albanien auf Moldawien trifft, misst sich Zypern mit Bulgarien, und Island empfängt die Färöer. Die Slowenen testen mit Rumänien gegen einen etwas stärkeren Gegner, aber einzig Norwegen wagt gegen die Griechen den Vergleich mit einem EURO-Teilnehmer.
(rha/jäg)


