London 2012
Internationale Bilanz
Die Spiele der vielen Gesichter
Die Olympischen Spiele 2012 sollten «Games for everyone» sein, was sie auch waren. Im Vergleich zu 2008 hatten die Spiele in London mehr Gesichter und die Helden von Peking erhielten Konkurrenz, was die Wettkämpfe belebte.
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Sprach man vor 4 Jahren nur von Michael Phelps und Usain Bolt, so brachte Olympia 2012 zahlreiche andere Helden hervor – ohne dass die beiden Superstars von Peking in Vergessenheit gerieten. Im Gegenteil: Bolt sicherte sich nach 3 weiteren Goldmedaillen endgültig Legenden-Status. Phelps konnte zwar mit 4 goldenen und 2 silbernen Auszeichnungen nicht ganz an seine sagenhaften Erfolge von Peking (8 Mal Gold) anknüpfen, als 18-facher Olympiasieger ist er nun aber erfolgreichster Olympionike aller Zeiten.
Starke Herausforderer
Erfreulich war, dass Bolt und Phelps, anders als in Peking, starke Konkurrenten hatten. Bolt sah sich über 100 und 200 Meter von seinem Trainingspartner Yohan Blake gefordert. Auch wenn «The Beast» beide Male den Kürzeren zog, so hat er doch gezeigt, dass der unterdessen sechsfache Olympiasieger nicht unantastbar ist. Phelps fand seine Meister in Landsmann Ryan Lochte und dem Südafrikaner Chad le Clos.
Teenager schwammen allen davon
Bei den Frauen sorgten 2 Teenager für hohe Wellen im Aquatics Centre. Die 17-jährige Amerikanerin Missy «The Missile» Franklin gewann 4 Goldmedaillen und die 16-jährige Chinesin Ye Shiwen holte Gold über 200 Meter Lagen und 400 Meter Lagen, wo sie zudem den Weltrekord pulverisierte.
Ennis' Lachen und Farahs «Mobot»
Blickte die Sportwelt in der ersten Olympia-Woche gespannt ins Schwimmbecken, so stand in der 2. Woche das Olympic Stadium ganz im Fokus. Neben Bolt waren es dort vor allem einheimische Athleten, welche die 80‘000 Zuschauer in grenzenlose Begeisterung versetzten. Jessica Ennis holte Gold im Siebenkampf. Das sympathische Lachen der 26-jährigen Engländerin bleibt noch lange in Erinnerung.
Auch Mo Farah ist eine der grossen Figuren dieser Spiele. 1993 als Flüchtling aus Somalia nach London gekommen, holte der 29-Jährige, der unterdessen die britische Staatsbürgerschaft hat, Gold über 5000 und 10‘000 Meter. Farahs «Mobot» ist die Siegerpose dieser Spiele. Greg Rutherford sorgte im Weisprung für einen weiteren Triumph von «Team GB».
«Team GB» auf Rang 3
Insgesamt standen die Briten 29 Mal zuoberst auf dem Podest, total reichte es zu 65 Medaillen. Damit belegte Grossbritannien den angestrebten 3. Rang im Medaillenspiegel. Geschlagen wurden die Gastgeber, die auf die erfolgreichsten Olympischen Spiele seit 1908 zurückblicken, einzig von den übermächtigen Amerikanern (104 Medaillen) und Chinesen (87 Medaillen).
So waren es besonders für das britische Volk, das Olympia mit seiner enormen Begeisterungsfähigkeit einen tollen Rahmen bot, «Games for everyone». Jessica Ennis, Mo Farah oder die Radfahrer Bradley Wiggins, der das Zeitfahren in überlegener Manier für sich entschied, und Sir Chris Hoy (2 Mal Gold) bedankten sich auf ihre Weise für die Unterstützung.
(bon)


