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London 2012

Leichtathletik

US-Sprinterinnen mit Staffel-Weltrekord

Freitag, 10. August 2012, 21:38 Uhr, Aktualisiert 22:34 Uhr

Die amerikanischen Sprinterinnen haben in der 4x100-m-Staffel den Weltrekord der DDR aus dem Jahr 1985 pulverisiert. Bei den Männern schnappten die Bahamas den USA über 4x400 m überraschend Gold weg. Und: Meseret Defar wiederholte im 5000-m-Rennen ihren Olympiasieg von 2004.

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London 2012: Frauen, 4x100 m («sportlive»)

Die amerikanischen Sprinterinnen haben in der 4x100-m-Staffel Historisches geschafft. Tianna Madison, Allyson Felix, Bianca Knight und Carmelita Jeter verbesserten die 27-jährige Bestmarke der DDR gleich um 0,55 Sekunden.

Vor allem Schlussläuferin Jeter zündete so richtig den Turbo. Die 100-m-Weltmeisterin zog voll durch und verbesserte die Bestzeit auf unglaubliche 40,82 Sekunden. Die Jamaikanerinnen um Shelly-Ann Fraser-Pryce hatten dem nichts entgegen zu setzen und holten mit klarem Rückstand Silber. Rang 3 ging an die Ukrainerinnen.

Bahamas schnappen USA Gold weg

Auch die Männer-Staffel über 4x400 m hatte es in sich. Die Bahamas lieferten sich mit den USA einen packenden Zweikampf um Gold und fügten dem Favoriten die erste Niederlage seit 16 Jahren zu. Die Siegerzeit von Chris Brown, Demetrius Pinder, Michael Mathieu und Ramon Miller lag bei 2:56,72 Minuten.

Lavillenie springt am höchsten

In einem hochstehenden Stabhochsprung-Final holte sich Renaud Lavillenie mit seinem letzten Sprung Gold. Der französische Europameister übersprang 5,97 m und verwies damit die beiden Deutschen Björn Otto und Raphael Holzdeppe auf die weiteren Medaillenplätze.

Meseret Defar wie vor 8 Jahren

10'000-m-Siegerin Tirunesh Dibaba verpasste es, ihr Double von Peking zu wiederholen. Auf der Schlussrunde des 5000ers musste sie ihre äthiopische Landsfrau Meseret Defar und auch die Kenianerin Vivian Cheruiyot vorbeiziehen lassen. Das Podest sieht damit fast gleich aus wie an den Spielen 2004 in Athen. Auch damals hatte Defar vor einer Kenianerin und Dibaba triumphiert.

Türkinnen räumen über 1500 m ab

Asli Cakir Alptekin und Gamze Bulut sorgten im Rennen über 1500 m für einen türkischen Doppelsieg. Die gebürtige Äthiopierin Maryam Yusuf Jamal, die für Bahrain startet und in der Romandie wohnt, holte Bronze.

Verwirrung bei den Hammerwerferinnen

Im Hammerwerfen der Frauen stand das Podest erst Minuten nach dem letzten Wurf fest. Da beim besten Wurf der deutschen Weltrekordhalterin Betty Heidler die Messanlage versagte, herrschte Chaos. Erst im Nachhinein wurde eine Weite von 77,13 m eruiert, was hinter der Russin Tatjana Lysenko und der Polin Anita Wlodarczyk zu Bronze reichte. China, das zuvor dank Wenxiu Zhang die Bronzemedaille geholt hätte, legte gegen die Wertung Protest ein, der aber abgewiesen wurde. 

US-Sprinter vor Jamaika

In den Vorläufen der 4x100-m-Staffel stellte das US-Quartett in 37,38 Sekunden die schnellste Zeit auf. Jeffery Demps, Darvis Patton, Trell Kimmons und Justin Gatlin waren um genau eine Hundertstelsekunde schneller als die Jamaikaner, die noch ohne ihren Überflieger Usain Bolt angetreten waren.

(eli)