London 2012
Bahnrad
Das «Oval Office» des Chris Hoy
Grossbritannien erlebt an den olympischen Heimspielen in London eine Medaillenflut sondergleichen. Grossen Anteil daran haben die britischen Bahnradfahrer um Sir Chris Hoy, der mit 2 Goldmedaillen zum erfolgreichsten britischen Olympioniken aufstieg.
Grossbritannien steht derzeit im Medaillenranking auf Rang 3. Total 48 Medaillen (22 Gold, 13 Silber, 13 Bronze) haben britische Athleten bereits gesammelt und damit die Ausbeute von Peking 2008 um eine Auszeichnung übertroffen. Grossen Anteil daran haben die einheimischen Bahnradfahrer, die in Grossbritannien Kultstatus geniessen und insgesamt 9 Medaillen abräumten.
Eindrückliche Machtdemonstration
Von 10 möglichen Goldmedaillen sicherten sich die Gastgeber 7 (plus 1 Silber, 1 Bronze). Die alles überragende Figur bei dieser Machtdemonstration war Sir Chris Hoy. Der 36-jährige Schotte krönte mit Gold im Team-Sprint und zum Abschluss der Bahnrad-Wettbewerbe mit Gold im Keirin seine eindrückliche Karriere und zementierte seinen Status als bester Bahnradfahrer aller Zeiten.
An insgesamt 4 Olympischen Spielen sammelte Hoy 7 Medaillen, 6 Gold- und eine Silberauszeichnung. Mit diesen eindrücklichen Werten avancierte der Fahnenträger des «Team GB» zum erfolgreichsten britischen Olympioniken und zu einer lebenden Legende.
So gehörten die Schlagzeilen der britischen Presse am 12. Tag der Spiele in London Hoy. «The Greatest» titelte die Daily Mail ganz simpel. Mit einem Wortspiel, «Our pride and Hoy», brachte der Mirror seine Anerkennung zum Ausdruck.
Lob einer Legende
Hoy übertraf damit den Rekord des ebenfalls legendären Ruderers Steve Redgrave (5 Gold, 1 Silber) und zog mit Bradley Wiggins gleich (4 Gold, 1 Silber, 2 Bronze). Gegenüber dem Zeitfahr-Olympiasieger verfügt Hoy aber über mehr Goldmedaillen. Redgrave gratulierte Hoy nach dessen Triumph höchstpersönlich. Der mittlerweile 50-Jährige flachste dabei: «Ich arbeite am Comeback. Das ist offiziell!»
Karriere geht weiter
Hoy hat jedoch trotz seines fortgeschrittenen Alters noch ein Ziel vor Augen. In Glasgow wurde für die Commonwealth Games 2014 eigens das «Sir Chris Hoy Velodrome» gebaut. «Das wäre der perfekte Abschluss für meine Karriere», stellte Hoy eine Teilnahme an den Spielen in Aussicht. Damit verfügt nicht mehr nur der amerikanische Präsident Barack Obama über ein «Oval Office».


