London 2012
Triathlon
Das Hoffen auf den «Spirig-Effekt»
Swiss Triathlon hat für die Olympischen Spiele 2012 in London eine Medaille und ein Diplom als Ziel vorgegeben. Dank Nicola Spirigs Gold ist eine Menge Druck vom Team abgefallen. Das könnte Sven Riederer und Ruedi Wild am Dienstag beflügeln.
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Chef de Mission Gian Gilli hatte nach der 1. Schweizer Goldmedaille vom möglichen «Spirig-Effekt» für das Schweizer Olympia-Team gesprochen. «Ihr Name tönt ja wie ‚Spirit‘ oder Inspiration.» Wie sich Erfolg zu einem regelrechten Medaillenrausch ausweiten kann, beweist derzeit ja auch das «Team GB» des Gastgerberlandes.
Riederer dämpft Erwartungen
Diesen Schub wollen nun auch die Triathlon-Männer in ihrem Rennen vom Dienstag mitnehmen. Mit dem aktuell Weltranglisten-3. Sven Riederer verfügt die Schweiz über einen Medaillenkandidaten, auch wenn der Bronzemedaillen-Gewinner von Athen 2004 sich nicht festlegen will.
«Nicolas Gold ist motivierend. Als Nummer 3 der Welt gehört man natürlich zum erweiterten Favoritenkreis, aber damit hat man noch nichts gewonnen. Für mich ist wichtig, dass ich einen guten Tag erwische, dann ist alles möglich.»
Helfer mit eigenen Ambitionen
Wie im Frauenrennen mit Daniela Ryf verfügt auch die Männer-Medaillenhoffnung über einen Helfer. Ruedi Wild will aber auch seine eigene Chance ergreifen, wenn sie denn kommt. «Wenn es die Situation erfordert, werde ich natürlich Sven unterstützen. Aber ansonsten werde ich versuchen, meine Kräfte zu bündeln und ein gutes Resultat zu erzielen.»
Britisches Brüderpaar als Topfavoriten
Die Topfavoriten auf den Sieg kommen aus Grossbritannien. Das Brüderpaar Alistair und Jonathan Brownlee gilt als beinahe unschlagbar. Doch Riederer platzierte sich beim Grand Prix Final im letzten Herbst in Peking als Zweiter zwischen den beiden Briten. Im Vorjahr hatte der 31-jährige Walliseller im Olympia-Test in London Rang 9 belegt.
Wild als Prophet
Den Siegeslauf von Spirig hatten Riederer und Wild auf der Pressetribüne miterlebt. Auf die Frage, ob das Männerrennen ähnlich verlaufen könnte, meinte Riederer: «Gut möglich. Ich habe eine gute Endschnelligkeit. Wenn es zum Sprint kommt, umso besser.»
Wild bewies zudem hellseherische Fähigkeiten. «Es war lustig, ich habe dem SRF-Moderator gesagt, wie das Rennen laufen wird und dass Nicola gewinnt. Und genau so ist es gekommen. Vielleicht erhalte ich nach meinem Rücktritt den Job als Co-Kommentator», witzelte der 30-Jährige. Eine Vorhersage fürs Männerrennen war ihm letztlich aber nicht zu entlocken.


