London 2012
Leichtathletik
Sprunger beendet Siebenkampf auf Rang 19
Ellen Sprunger hat im Siebenkampf mit dem abschliessenden 800-m-Lauf 2 Ränge gutmachen können und den Wettkampf auf dem 19. Schlussrang beendet. Gold ging an die Britin Jessica Ennis. Und: Stabhochspringerin Nicole Büchler verpasste die Final-Qualifikation klar.
Ellen Sprunger lief die zwei Bahnrunden im olympischen Siebenkampf in einer Zeit von 2:17,54 Minuten. Nach den 7 Disziplinen weist die Waadtländerin ein Punktetotal von 6107 auf, was zum 19. Schlussrang reichte. Sprunger verpasste ihre persönliche Bestmarke somit nur um 17 Punkte.
Sprunger enttäuscht
Trotzdem zeigte sich Sprunger einen Tag vor ihrem 26. Geburtstag niedergeschlagen. «Ich verlasse das Stadion enttäuscht. Ich vergab zum Schluss die Chance, meinen Rekord zu verbessern», sagte die Mehrkämpferin. Sie habe im 800-m-Lauf nie ins Rennen gefunden. «Die 2:15 Minuten wären machbar gewesen.» Der Schweizer Rekord, den Corinne Schneider 1985 mit 6265 Zählern aufgestellt hatte, bleibt weiter unantastbar.
Nach der vorletzten Disziplin, dem Speerwerfen, hatte Sprunger bei 5250 Punkten und Rang 20 gestanden. Mit 5,88 m blieb die Waadtländerin im Weitsprung 16 Zentimeter unter ihrer persönlichen Bestmarke, im Speerwerfen kam sie im dritten Versuch immerhin auf 45,63 m. Zu ihrer Bestweite fehlten ihr jedoch 1,20 Meter.
Gold holte wie erwartet die britische Topfavoritin Jessica Ennis mit 6955 Punkten vor der Deutschen Lilli Schwarzkopf und Tatjana Tschernowa (Russ) .
Stabhochsprung: Büchler klar gescheitert
Im Stabhochsprung der Frauen verpasste Nicole Büchler den Final deutlich. Die 28-jährige Sportstudentin überquerte lediglich 4,25 m und blieb damit 35 Zentimeter unter ihrem Schweizer Rekord, den sie im Juni in Riehen aufgestellt hatte. Bei der Höhe von 4,40 m leistete sie sich 3 Fehlversuche.
Beinahe wäre Büchler noch früher gescheitert. Nach 2 Fehlversuchen bei der Anfangshöhe von 4,10 m wurden bereits Erinnerungen an die Europameisterschaften in Helsinki wach, als sie ohne gültigen Versuch geblieben war.
100 m Männer: Favoriten ohne Probleme
In den Vorläufen über 100 m der Männer gaben sich die Favoriten keine Blösse und zogen ohne Probleme in die Halbfinals ein. Sowohl die Jamaikaner Usain Bolt (10,09), Asafa Powell (10,04) und Yohan Blake (10,00) als auch die Amerikaner Tyson Gay (10,08) und Justin Gatlin (9,97) liefen jeweils zu lockeren Siegen. Vorlauf-Schnellster war Ryan Bailey (USA) in 9,88 Sekunden.
400 m Männer: Merritt out
Über 400 m ist der Jahresweltbeste LaShawn Merritt bereits im Vorlauf gescheitert. Der Olympiasieger von 2008 in Peking musste das Rennen nach 150 m verletzt aufgeben. Vorlauf-Schnellster war der Belgier Jonathan Borlée in 44,43 Sekunden.
Olympische Geschichte schrieb Oscar Pistorius: Der Südafrikaner nahm im Vorlauf über 400 m als erster beidbeinig amputierter Läufer an einem olympischen Wettbewerb teil und zog mit 45,44 Sekunden souverän in die Halbfinals vom Sonntag ein.
(cud/kre/agenturen)


