London 2012
Leichtathletik
Hammerwerfer Tichon unter Dopingverdacht
Bei Nachtests von Dopingproben der Olympischen Spiele 2004 in Athen ist der weissrussische Hammerwerfer Iwan Tichon (36) unter Verdacht geraten.
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Eine Probe aus Athen sei erneut untersucht worden und habe den Dopingmissbrauch zu Tage gefördert, schrieb die weissrussische Sportzeitung «Pressball». Der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) wollte offiziell keine Stellungnahme abgeben, hingegen bestätigte ein Funktionär gegenüber der Nachrichtenagentur AFP den Verdacht. Die Karriere des dreifachen Weltmeisters Iwan Tichon dürfte somit beendet sein.
Wiederholt im Visier der Dopingfahnder
Tichon steht nicht das erste Mal unter Dopingverdacht. Er und sein weissrussischer Hammerwurf-Kollege Wadim Dewjatowski waren nach ihrem Bronze- und Silbermedaillengewinn 2008 in Peking wegen positiver Dopingtests zunächst vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nachträglich disqualifiziert worden, klagten danach aber erfolgreich vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS).
Zwei weitere Dopingfälle
Die Bahnradfahrerin Viktoria Baranowa (Russ) und die Mittelstrecklerin Amine Laalou (Mar) wurden bei vorolympischen Kontrollen positiv getestet und daraufhin noch vor ihren Einsätzen im Keirin (Baranowa) und der Leichtathletik (Laalou) nach Hause geschickt. Es sind die Dopingfälle 4 und 5 der Spiele in London. Zuvor waren die Turnerin Luisa Galiulina (Usb), der Gewichtheber Hysen Pulaku (Alb) und die Sprinterin Tameka Williams (St. Kitts und Nevis) erwischt worden.
(si/rha)


