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London 2012

Fechten

Degen: Kauter und Heinzer früh ausgeschieden

Mittwoch, 1. August 2012, 10:31 Uhr, Aktualisiert 21:37 Uhr

Die Schweizer Degenfechter Fabian Kauter und Max Heinzer sind beide schon im Achtelfinal ausgeschieden. Kauter verlor gegen Yannick Borel (Fr) mit 11:15. Zuvor war Heinzer, ebenfalls mit 11:15, am späteren Olympiasieger Ruben Limardo aus Venezuela gescheitert.

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London 2012: Fechten, Kauter und Heinzer früh ausgeschieden («London update»)

Für die beiden Schweizer Degenfechter ist das olympische Abenteuer zu Ende. Sowohl Fabian Kauter als auch Max Heinzer galten als aussichtsreiche Medaillenkandidaten. Ihr frühes Ausscheiden muss als herbe Enttäuschung gewertet werden.

Kauter verschlief Start

Kauter geriet gegen Yannick Borel früh in Rückstand und lag zwischenzeitlich mit 3:10 zurück. Obwohl sich der Berner noch heranarbeitete, hatte er am Schluss das Nachsehen. Sein Freilos in der 1. Runde wirkte sich nachteilig aus. Bei seinem ersten Olympia-Auftritt, der sich nun zugleich als sein letzter entpuppt hat, brauchte Kauter schlicht zu lange, um auf Touren zu kommen.

Selbstkritik und Enttäuschung

«Ich habe so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Ich fragte mich beim Stande von 3:8 nach 2 Fechtdritteln selbst, ob ich überhaupt am fechten bin», analysierte Kauter seine Leistung. Er war nach dem frühen Aus den Tränen nahe: «Ich bin extrem enttäuscht, ich finde gar keine Worte.» Vieles habe er nicht umsetzen können und so sei es für seinen Gegner einfach gewesen. «Ich musste hartes Lehrgeld bezahlen. Es tut schrecklich weh.»

London 2012: Fechten, Interview mit Kauter

Auch Heinzer glücklos

Nachdem der Weltranglisten-Fünfte Heinzer optimal ins olympische Fecht-Turnier gestartet war, musste er sich im Achtefinal Ruben Limardo geschlagen geben. Der Schwyzer aus Immensee hielt bis zum Stand von 11:11 mit, verlor aber schliesslich mit 11:15. Er stellte fest, dass er im Verlaufe des Gefechts «zu wenig nervös, womöglich gar zu gelassen» gewesen sei. Zuvor hatte Heinzer den chilenischen Routinier Paris Budinich Inostroza vorzeitig nach 7:35 Minuten mit 15:2 besiegt.

Heinzer-Bezwinger Limardo Olympiasieger

Ruben Limardo nahm den Schwung aus seinem Auftaktsieg gegen den favorisierten Heinzer mit und blieb den ganzen Tag ungeschlagen. Der Venezolaner schlug im Finalgefecht den Norweger Bartosz Piasecki 15:10. Piasecki seinerseits setzte sich im Viertelfinal knapp mit 15:14 gegen Kauter-Bezwinger Borel durch.

London 2012: Fechten, letzte zwei Punkte im Final

Heim-EM als Höhepunkt

Trotz des frühen Olympia-Aus werden Kauter und Heinzer weiter fechten. Einer der Höhepunkte im kommenden Olympia-Zyklus wird für sie die Heim-EM 2015 in Montreux sein, die in die einjährige Olympia-Quali für Rio 2016 fällt.

(si/rha)