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Conte für 3 Monate gesperrt

Dienstag, 31. Juli 2012, 14:44 Uhr

Juventus Turin muss bis Ende Oktober ohne seinen Trainer Antonio Conte auskommen. Wegen seiner Verwicklung in den Wettskandal wird der 43-Jährige für 3 Monate gesperrt. Um einer längeren Sperre zu entgehen, liess sich der Trainer auf einen Vergleich ein.

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Contes Vergehen geht zurück auf seine Zeit als Trainer von Siena in der Saison 2010/2011. Der frühere Internationale soll von Resultat-Absprachen in den Serie-B-Partien Novara - Siena und Albinoleffe - Siena gewusst, dies aber nicht gemeldet haben. Aus diesem Grund drohte ihm eine Verurteilung zu einer Sperre von 7 Monaten.

Einigung auf 3 Monate

Conte beteuerte seine Unschuld, kann diese aber schlecht beweisen. Daher einigten sich die Anwälte von Juventus Turin mit dem Ankläger, Stefano Palazzi, auf einen Vergleich und eine Sperre von 3 Monaten. Zudem wird Conte mit 200'000 Euro gebüsst. Dieser Betrag kommt den Erdbeben-Opfern in den Abruzzen und in der Emilia-Romagna zu Gute.

Baroni ersetzt Conte

Ab dem 1. November darf Conte sein Team in den Spielen wieder betreuen. Bis dahin wird er wohl durch Nachwuchstrainer Marco Baroni vertreten. Die neue Saison der Serie A beginnt am 25. August, bis zum 1. November werden 10 Runden absolviert und 3 Partien in der Champions League ausgetragen.

Bonuccis Sperre noch ungewiss

Ob sich auch Leonardo Bonucci auf einen Vergleich einlässt, ist noch unklar. Der italienische Nationalspieler muss sich wegen dem schwereren Vergehen der aktiven Spielabsprache (Saison 2009/2010 als Spieler von Bari) verantworten. Ihm droht eine 3-jährige Sperre, die durch einen Vergleich auf 14 Monate reduziert würde. Für einen Vergleich müsste Bonucci ein Schuldeingeständnis ablegen. Bis jetzt hat er aber eine Beteiligung am Wettskandal von sich gewiesen.

Italienische Beobachter rechnen damit, dass sich der 25-jährige Bonucci auf einen Prozess einlassen könnte - und damit ein grosses Risiko auf sich nehmen würde. Wird er tatsächlich zu einer 3-jährigen Sperre verurteilt, wäre dies womöglich das Ende seiner Karriere auf höchstem Niveau.

(si/tru)