London 2012
Fussball
Schweiz mit Auftaktremis gegen Gabun
Das Schweizer Olympia-Fussballteam hat sich im 1. Gruppenspiel gegen Gabun in Newcastle mit einem 1:1-Remis begnügen müssen. Nach einer dominanten Startphase und der frühen Führung durch Admir Mehmedi gestaltete sich die Partie ausgeglichen. Am Ende rettete die SFV-Equipe den einen Punkt mit 10 Mann.
Das 1:1 war am Ende ein korrektes, ein gerechtes Resultat. Die Schweizer wirkten vor allem in der Startphase gefällig, konnten Druck erzeugen und in Führung gehen. Doch nach rund 20 Minuten mussten sie Gabun aufkommen lassen. Die Sicherheit war wie weggeblasen, der Ausgleich die logische Folge davon.
Zwar sammelte sich das Team von Pierluigi Tami nach dem Gegentor wieder, doch die ganz grossen Torchancen blieben aus. Am Ende musste die SFV-Auswahl froh sein, den einen Punkt gerettet zu haben: Oliver Buff hatte nach einer Schwalbe in der 78. Minute die gelb-rote Karte gesehen.
Mehmedi trifft zweimal
Es war ein Start nach Mass, den die Schweizer beim ihrem Olympia-Comeback nach 84 Jahren hingelegt hatten. Innocent Emegharas 1. Vorstoss endete bereits mit einem Penaltypfiff. Admir Mehmedi demonstrierte am Elfmeterpunkt Nervenstärke. Der Referee liess den 1. erfolgreichen Schuss des Kiewer Stürmers wiederholen - ohne Folgen, weil Mehmedi Gabuns Keeper auch im 2. Anlauf wunderbar austrickste.
Wenig deutete in der Folge auf ein Aufkommen Gabuns hin. Die Schweiz kontrollierte die Partie. Mehmedi verpasste in der 20. Minute das 2:0 vor dem leeren Tor - doch der Unparteiische hatte sowieso auf Abseits entschieden. Praktisch im Gegenzug fiel beinahe der Ausgleich, doch Landry Obiangs Abschluss landete an der Schweizer Querlatte.
Das Problem Aubameyang
Die Vorlage bei dieser Möglichkeit hatte Pierre Aubameyang geleistet. Der Stürmerstar von St-Etienne erwies sich als steter Gefahrenherd. So auch eine Viertelstunde später, als er vom gut intervenierenden Diego Benaglio gerade noch am Torschuss gehindert werden konnte. Kurz vor dem Seitenwechsel fiel der Ausgleich dann doch noch: eine von Timm Klose unglücklich abgelenkte Flanke verwertete Aubameyang souverän.
Die 2. Hälfte gestaltete sich ausgeglichen. Pajtim Kasami und Fabian Frei hatten die besten Chancen für die Schweiz, Gabuns Alexander N'Doumbou verfehlte mit einem Schlenzer das gegnerische Gehäuse nur knapp. Nach dem Platzverweis gegen Buff wehrten sich die Schweizer tapfer über die Zeit. Am Ende blieb der eine Punkt und die Gewissheit, dass eine solche Leistung gegen Südkorea und Mexiko kaum reichen wird.
Noch kein Sieger in der Gruppe B
Die beiden nächsten Schweizer Gegner hatten knapp 4 Stunden zuvor in derselben Spielstätte ihr Duell ausgetragen und 0:0 gespielt. Ein Resultat, das den Schweizern entgegen kommen dürfte.
Telegramm
Gabun - Schweiz 1:1 (1:1)
St. James' Park, Newcastle. - 15'748 Zuschauer. - SR Roldan (Kol). - Tore: 5. Mehmedi (Foulpenalty) 0:1. 45. Aubameyang 1:1.
Gabun: Ovono; Engonga, Boussoughou, Henri Ndong, Dinda; Ndoumbou, Tandjigora, Madinda, Obiang; Nono (74. Meye); Aubameyang.
Schweiz: Benaglio; Morganella, Schär, Klose, Rodriguez; Buff; Zuber (68. Kasami), Hochstrasser, Frei, Emeghara (84. Abrashi); Mehmedi.
Bemerkungen: Schweiz komplett, Gabun ohne Emmanuel Ndong (verletzt), Ebanega, Biyogho (beide abwesend). 4. Mehmedi trifft per Foulpenalty, muss aber wiederholen. 78. Gelb-Rot gegen Buff (Unsportlichkeit/Schwalbe).
(jäg)


