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London 2012

Tennis

Federers etwas andere Medienkonferenz

Silvio Kern, London
Donnerstag, 26. Juli 2012, 22:28 Uhr

Wenn Roger Federer zur Medienkonferenz lädt, kommen die Journalisten in Scharen. Rund 400 Medienschaffende wollten sich den 1. Olympia-Auftritt der Weltnummer 1 nicht entgehen lassen. Und sie löcherten den Schweizer Medaillentrumpf mit aussergewöhnlichen Fragen.

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Olympia: Rummel um Roger («sportaktuell»)

Eine Dreiviertelstunde musste die Journalisten-Schar im Olympia-Park auf den Protagonisten warten. 300 bis 400 Medienschaffende aus aller Welt wollten die erste Medienkonferenz der Olympia-Hauptattraktion Roger Federer nicht verpassen.

Auch der «Maestro» blieb vom Londoner Verkehrschaos nicht verschont.  Federer nahm die Strapazen jedoch bewusst auf sich. «Ich wollte die Medienkonferenz im Olympiapark abhalten, um auch anderen Journalisten aus verschiedenen Ländern die Chance zu geben, mit mir zu reden.»

Andere Länder, andere Fragen

Und davon wurde rege Gebrauch gemacht. Abseits der gängigen Sportjournalisten-Fragen wurde aus erfrischend anderen Perspektiven Federers Einschätzungen abgefragt. So wollte ein Journalist aus Indien wissen, wie Roger Federer die Chancen der beiden indischen Doppelpaare (Mahesh Bhupathi/Rohan Bopanna und Leander Paes/Vishnu Vardhan) einschätze.

Eine Reporterin aus der Schweiz fragte, ob die Weltnummer 1 ein guter Ehemann sei und den Jahrestag - der Baselbieter hatte seine Frau Mirka an den Olympischen Spielen 2000 in Sidney lieben gelernt - auch nicht vergesse. Und aus Kolumbien erreichte Federer die Frage, welche Rolle den schwieriger sei: Vater, Ehemann oder Tennisspieler zu sein. «Da werden einem eben auch mal Fragen aus einem anderen Winkel gestellt», schmunzelte der bald 31-jährige Schweizer.

Abstecher ins Olympia-Dorf

Federer gefällt auch das Leben im Athleten-Dorf. Doch er wohnt in London nicht bei den anderen Olympioniken, sondern in der City. «Ich habe das Olympia-Village immer sehr genossen, aber meine Bekanntheit hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. In Peking war es dann schon ungemütlich, ich konnte mich kaum noch frei bewegen, wurde nur noch abgeschirmt.» Deshalb wird er auch der Eröffnungsfeier am Freitag fern bleiben.

Bolts «andere» Mission

Eines will er sich aber nicht nehmen lassen. «Nach der Konferenz freue ich mich, meine Schweizer Kollegen im Olympia-Dorf zu besuchen.» Ob er aber dort weniger vereinnahmt wird, ist fraglich. Gerüchten zur Folge soll Sprint-Dominator Usain Bolt mit der festen Absicht nach London gereist sein, neben Olympia-Edelmetall auch eine andere «Trophäe» mit nach Hause nehmen zu wollen: ein gemeinsames Foto mit Federer. Das würde den Superstar-Status des Schweizers nur noch mehr unterstreichen.