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FIFA sperrt Bin Hammam erneut

Donnerstag, 26. Juli 2012, 18:53 Uhr

Die FIFA hat den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Mohamed Bin Hammam erneut aus dem Verkehr gezogen. Der Katari wurde provisorisch für zunächst mal 90 Tage für alle Tätigkeiten im nationalen und internationalen Fussball gesperrt. Dies gab der Fussball-Weltverband am Donnerstag bekannt.

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Der Amerikaner Michel J. Garcia als Vorsitzende der ermittelnden Kammer sowie der deutsche Richter Hans-Joachim Eckert als neuer Vorsitzender der neuen rechtsprechenden Kammer der Ethik-Kommission trafen diesen Beschluss. Die neu gegründete Kommission hatte erst am Donnerstag ihre Arbeit aufgenommen. 

TAS hatte Sperre aufgehoben

In den kommenden 3 Monaten werde man noch einmal den Fall Bin Hammam in aller Gründlichkeit prüfen. Bin Hammam hatte allerdings ohnehin seinen Rückzug aus dem Fussball-Geschäft angekündigt. Seine durch die FIFA ausgesprochene weltweite Sperre war eine Woche zuvor überraschend vom Internationalen Sportgerichtshof TAS aus «Mangel an Beweisen» aufgehoben worden.

Vorwurf des Stimmenkaufs

Der ehemalige Präsident der asiatischen Konföderation AFC soll zusammen mit dem mittlerweile zurückgetretenen Jack Warner (Trinidad/Tobago) bei einem Treffen der karibischen Fussball-Union CFU im Mai 2011 Stimmen für seine FIFA-Präsidentschaftskandidatur gekauft haben. Den Vorwurf hatte Bin Hammam stets abgestritten.

Die FIFA hatte gleich nach dem TAS-Urteil angekündigt, die Unterlagen im Fall Bin Hammam an die Ethik-Kommission weiterzuleiten. Diese soll nach neuen Beweisen für unzulässige Handlungen des Kataris suchen.

(sid/jäg)