London 2012
Historische Sportstätten
Royal Artillery Barracks: Es wird wieder scharf geschossen
Athleten und Zuschauer erleben in London während Olympia nicht nur sportliche Höchstleistungen, sondern tauchen dank geschichtsträchtigen Sportstätten auch tief in die Historie der Weltstadt ein. Die Sportschützen beispielsweise füllen in den Royal Artillery Barracks ein über 200 Jahre altes Gelände mit neuem Leben.
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Wenn die Sportschützen an den Olympischen Spielen die Royal Artillery Barracks betreten, wandeln sie auf geschichtsträchtigem Boden. Während über 200 Jahren diente das Gelände der Ausbildung der Artillerie-Einheiten der königlichen Armee. Die Grundsteinlegung der Kaserne erfolgte zwischen 1776 und 1802 auf einem Hügel oberhalb des «Woolwich Common», einem weitläufigen Gelände und heutigen Stadtteil im Südosten Londons.
Woolwich wird zur Militär-Zone
Woolwich wurde in der Folge zum Zentrum der Armee. Unweit der Kaserne befindet sich nämlich seit dem Jahr 1671 «Woolwich Warren», das Waffenlager der Armee. König Georg III. benannte das Munitionsdepot 1805 schliesslich in «Royal Arsenal» um. Ebenfalls ganz in der Nähe steht die Royal Military Academy, in der von 1741 bis 1939 Offiziere und Ingenieure der Artillerie-Truppen ausgebildet wurden.
Lichterlöschen 2007
Das Aus für die Royal Artillerie Barracks kam 2007, als das 16. Artillerie-Regiment am 25. Juli seine Heimat verlassen musste, um seine Zelte in North Luffenham, in der Nähe von Leicester, aufzuschlagen. Teile des Regiments dienen derzeit im Irak, in Afghanistan und auf den Falklandinseln.
Für die Zeit der olympischen Schiesswettbewerbe kehrt wieder Leben auf das Gelände zurück. Für die Wettbewerbe vom 28. Juli bis 6. August wurde auf dem Areal eine Schiessarena für rund 18 Millionen Pfund aufgebaut, die 7500 Zuschauern Platz bietet.
(sil)


