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London 2012

Sportstätten

Olympiastätten: Mischung aus Tradition und Moderne

Dienstag, 24. Juli 2012, 14:30 Uhr

Historisch bis hochmodern – so lassen sich die 30 Austragungsstätten der Olympischen Spiele beschreiben. Besondere Anliegen waren den Organisatoren der Einbezug von Londons Geschichte sowie eine nachhaltige Planung. So auch beim Herzstück von London 2012, dem Olympic Park in Stratford.

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4 Jahre nach «Beijing 2008» steht das Prestigeobjekt «Bird’s Nest» verrostet und verwaist in Peking. Dasselbe Schicksal hat auch die meisten anderen Olympia-Austragungsorte in China ereilt. Deshalb will das Organisationskomitee der Spiele 2012 unbedingt verhindern, dass sich Touristen und Einheimischen in London in ein paar Jahren dasselbe Bild bietet.

Basketballstadion: Wiedersehen in Rio?

Aus diesem Grund haben sich die Organisatoren nicht zuletzt Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben. Zwar werden nicht alle Wettkampfstätten die Spiele überdauern. So soll die Basketball-Arena nach den Paralympics abgebaut und weiterverkauft werden. Einer der Interessenten ist Rio de Janeiro, Veranstalter der Spiele 2016. Im Gegensatz dazu dienen das Aquatics Centre oder das Velodrom nach Ende der Olympischen Spiele der Öffentlichkeit als Trainingszentren.

Hauptstadion in Stratford

Auch das Herzstück der London-Spiele, das Olympiastadion in Stratford, wo Eröffnungs- und Schlussfeier abgehalten werden, soll in Zukunft nicht leer stehen. Derzeit gilt der Premier-League-Klub West Ham als Hauptinteressent für die Weiterbenutzung des 486 Millionen Pfund teuren Hauptstadions, dessen Bau 3 Jahre dauerte und 10‘000 Tonnen Stahl verschlang. Daneben liegen 7 weitere Wettkampfstätten im Olympic Park im Stadtteil Stratford, der dadurch einen ungewohnten Aufschwung erlebt.

Aquatics Centre für die Allgemeinheit

Die meisten Medaillensätze, nämlich 82 von 302, werden aber im ExCeL-Center im Osten vergeben. Das in den Royal Docks gelegene Exhibition Centre London beherbergt 7 Sportarten (Boxen, Fechten, Judo, Tischtennis, Taekwondo, Gewichtheben, Ringen). Eines der extravagantesten Gebäude dürfen die Schwimm-Cracks benützen. Das von der irakisch-britischen Stararchitektin Zaha Hadid entworfene Gebäude, dessen Dach in Form einer Welle angelegt ist, steht nach den Spielen der Allgemeinheit zur Verfügung.

Bild Das moderne Aquatics Centre.
Das moderne Aquatics Centre. reuters

Legendäres Wimbledon

Doch daneben haben es die Organisatoren der London-Spiele auch verstanden, historische Bauten der englischen Metropole in die Olympia-Planung miteinzubeziehen und sich deren Flair zunutze zu machen. So verleiht etwa der traditionsreiche Rasen von Wimbledon eine perfekte Atmosphäre für sportliche Höchstleistungen. Und auch wenn das altehrwürdige Wembley-Stadion 2007 einem Neubau weichen musste, weckt der Name Emotionen.

Orte von historischem Format

Mit dem Hampton Court Palace, dem Earls Court, dem Hyde Park, der Royal Artillery sowie der Horse Guards Parade wurden weitere Orte von historischem Format als Hintergrund für Wettkämpfe gewählt. Der Earls Court war bereits 1948 olympischer Wettkampfort, damals unter anderem für Boxen und Gewichtheben. Bei einer Stadt, die als erster Ort zum 3. Mal Olympische Spiele austrägt, hat sich eben auch in dieser Beziehung einiges an Geschichte angesammelt.

(sas)