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Super League

Der GC-Befreiungsschlag zur richtigen Zeit

Montag, 23. Juli 2012, 13:23 Uhr

Volle 127 Tage lang hat GC auf einen Sieg in der Super League warten müssen. Mit einem 1:0 bei den Young Boys gelang der Equipe von Uli Forte am Sonntag endlich der erlösende Erfolg. Es könnte der Aufbruch zu besseren Zeiten sein.

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Bürkis Paraden gegen YB

Die letzte Saison war aus Sicht des stolzen Rekordmeisters Grasshoppers eine zum Vergessen gewesen. Ohne den Xamax-Konkurs und den Sion-Punkteabzug wäre GC abgestiegen. Auch der Trainerwechsel von Ciriaco Sforza zu Uli Forte im April zeigte keine Wirkung. Die «Hoppers» schlossen die Spielzeit 2011/12 unter dem 38-Jährigen mit 5 Niederlagen und 2 Remis ab.

Der Auftakt zur neuen Saison misslang den Zürchern ebenfalls. Gegen Sion unterlag man zu Hause 0:2. Im Gegensatz zur Vorsaison, als GC schlecht spielte und verlor, zog der 27-fache Meister allerdings nach einem vielversprechenden Auftritt den Kürzeren. Die gesteigerte Qualität dank Abwehrpatron Stéphane Grichting sowie den Rückkehrern Nassim Ben Khalifa und Vero Salatic war bereits erkennbar.

Das lange Warten ist zu Ende

Am Sonntag dann endlich der Befreiungsschlag - nach 127-tägiger Erfolglosigkeit. Bei den ambitionierten Young Boys glückte ein 1:0. Gegen die Berner hatten die Grasshoppers am 17. März 2012 letztmals in der Super League jubeln können (2:0). Zwar war GC am Sonntag nicht die bessere Mannschaft, dafür stimmte das Resultat. «Wir haben nicht gut gespielt, aber gewonnen. Das ist das Einzige, was zählt», sagt GC-Torschütze Salatic.

Bürkis Paraden

Der 2. Zürcher Matchwinner war Goalie Roman Bürki. Der Schlussmann, der gegen Sion mit einem kapitalen Aussetzer das 0:2 verschuldet hatte, zeigte eine bärenstarke Leistung, wehrte einen Penalty ab und glänzte mit weiteren starken Paraden. Bürki: «Für mich war wichtig, den Fehler von letzter Woche rasch zu vergessen. Schön, dass ich eine gute Leistung zeigen konnte.»

Forte: «Ganz normaler Sieg»

Eine besondere Genugtuung dürfte Forte nach seinem Premieren-Erfolg in der 9. Partie als GC-Coach verspürt haben. Obwohl er dies in Abrede stellte. «Das ist ein ganz normaler Sieg. Nicht mehr und nicht weniger», so Forte. Er habe nie mitgezählt, wie viele sieglose Partien es gewesen seien. Lobende Worte findet der in Brüttisellen geborene Italiener für das Duo Bürki/Salatic: «Beide waren überragend.»

Zuversichtlich gegen Basel

Noch ist nach diesem Sieg bei den «Hoppers» nicht alles Gold, was glänzt. Schliesslich hätte YB mindestens ein Remis verdient gehabt. Aber danach fragt schon heute niemand mehr. Für die Grasshoppers könnte der Erfolg im Stade de Suisse ein Aufbruch zu besseren Zeiten sein. Dazu nötig sind weitere Siege - am besten schon nächsten Samstag im Letzigrund gegen den Meister. 

Im GC-Lager tönt es bereits angriffig. «Zu Hause gegen Basel muss jetzt ganz klar ein Sieg her», sagt Salatic. Der Rekordmeister hat Lunte gerochen.

Bürkis Aussetzer gegen Sion

(rek)