Fussball
Super League
Thun bezwingt FCZ dank zwei herrlichen Toren
Der FC Zürich wartet nach 2 Spielrunden weiter auf den 1. Vollerfolg. Im Heimspiel gegen den FC Thun unterlag der FCZ nach sehr dürftiger Leistung mit 0:2. Muhamed Demiri mit einem wunderbaren Hocheck-Schuss sowie Anatole Ngamukol waren für die Tore besorgt.
So erfrischend die Vorstellung des FC Zürich zum Saisonstart vor einer Woche beim Gastspiel in Luzern war, so enttäuschend fiel die Fortsetzung aus. Im 1. Heimspiel gegen den FC Thun passte wenig bis gar nichts zusammen. Das 0:2 war die logische Folge eines pomadigen und kreativlosen Auftrittes.
Die Thuner verdienten sich den Erfolg, den ersten gegen Zürich nach 21 Spielen, dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer äusserst diszipliniert auftretenden Abwehr. Wie bereits vor Wochenfrist gegen Lausanne (0:0) blieb der FCT auch gegen den FCZ ohne Gegentor. Im Unterschied zu dieser Partie konnten jedoch die ersten Tore bejubelt werden - und was für welche.
Traumtor von Demiri
In der 39. Minute nahm Muhamed Demiri einen Flankenball von Andreas Witter auf der rechten Straftraumseite an, versetzte Davide Chiumento mit einem Haken und traf vollspann wunderbar in den Winkel. Ebenfalls sehenswert war die Siegsicherung durch Neuzugang Anatole Ngamukol. Der Franzose traf in der 93. Minute im Anschluss an einen Konter, nachdem er Gegenspieler Ludovic Magnin im Strafraum hatte aussteigen lassen.
Thuns Nelson Ferreira, dem ein sehr gutes Spiel gelang, freute sich getaner Arbeit über die Teamleistung: «Die ganze Mannschaft hat sich den Sieg verdient. Im Abschluss waren wir effizient. Wir wussten, dass wir hier nur eine Chance haben werden, wenn wir defensiv gut stehen.»
Fringer: «Zu überhastet, zu egoistisch»
Diese Vorhaben setzten die Thuner so gut um, dass sich der FCZ nie wirklich entfalten konnte. Die besten Chance vergaben Amine Chermiti (3.) und Burim Kukeli (68.), die ihre Abschlüsse von FCT-Keeper Guillaume Faivre pariert sahen. Viel mehr kam von Zürich nicht.
«Wir agierten zu überhastet, zu egoistisch», monierte FCZ-Trainer Rolf Fringer. «Gegen die Thuner Abwehr haben wir keine Lösung gefunden. Das ist ernüchternd, das ist enttäuschend.»
(jäg)


