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TAS hebt lebenslange Sperre gegen Bin Hammam auf
Der Internationale Sportgerichthof (TAS) in Lausanne hat die von der FIFA verhängte lebenslange Sperre gegen den Katari Mohamed Bin Hammam aufgehoben. Die FIFA-Ethik-Kommission hatte den ehemaligen Präsidentschafts-Kandidaten aufgrund einer Schmiergeldaffäre für schuldig befunden.
Die FIFA hat laut Presseerklärung «mit Besorgnis» das Urteil des TAS zur Kenntnis genommen. Der Vorsitzende der FIFA-Disziplinarkommission hatte die provisorische Sperre gegen Bin Hammam erst am Mittwoch (18. Juli 2012) weltweit ausgedehnt. Der 63-Jährige bleibt damit bis zum Abschluss des laufenden Verfahrens suspendiert.
Die dreiköpfige TAS-Spruchkammer urteilte mit 2:1 Stimmen zugunsten von Bin Hammam, betonte aber gleichzeitig, dass sein Verhalten «nicht den höchsten ethischen Ansprüchen» genüge. Allerdings reichte offenbar die Beweislage aus Sicht des TAS nicht aus, um den FIFA-Bannstrahl aufrechtzuerhalten.
Vorwurf des Stimmenkaufs
Der 9 Jahre als Präsident der asiatischen Konföderation AFC amtierende Bin Hammam soll gemeinsam mit dem mittlerweile zurückgetretenen Jack Warner (Trinidad/Tobago) bei einem Treffen der karibischen Fussball-Union CFU im Mai 2011 Stimmen für seine Präsidentschaftskandidatur gekauft haben. Geldgeschenke in Höhe von jeweils rund 40'000 Dollar sollen an die Delegierten verteilt worden sein.
Bin Hammam hatte kurz vor der Wahl gegen Amtsinhaber Sepp Blatter aufgrund erster Gerüchte über Bestechungszahlungen Ende Mai 2011seine Kandidatur zurückgezogen. Am 23. Juli 2011 wurde der Katari für schuldig gesprochen und gesperrt. Der 63-Jährige wies in der Folge alle Vorwürfe der Bestechung wiederholt zurück.
Wohl ein Fall für die neu gegründete Ethik-Kommission
Laut FIFA könnte die neu strukturierte Ethik-Kommission des Weltverbandes den Fall neu aufrollen, sofern neue Beweise vorlägen, «um den Sachverhalt vollständig zu erhellen und festzustellen, ob Herr Bin Hammam gegen das FIFA-Ethikreglement verstossen hat».
Der Weltverband kündigte an, die Unterlagen der neuen Ethik-Kommission vorlegen zu wollen, die ihre Arbeit am 25. Juli aufnehmen wird.
(agenturen/boe/jäg)


