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Tour de France

Voeckler gewinnt «Königsetappe» solo

Mittwoch, 18. Juli 2012, 16:58 Uhr

Thomas Voeckler hat die «Königsetappe» der diesjährigen Tour de France über 197 Kilometer von Pau nach Bagneres-de-Luchon in eindrücklicher Manier gewonnen. Der Franzose setzte sich solo vor Chris Sörensen aus Dänemark durch. Bradley Wiggins (Gb) verteidigte das «Maillot jaune» souverän.

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Tour de France, 16. Etappe («sportaktuell»)

Das 16. Teilstück der 99. Tour de France hatte es in sich. Die Fahrer hatten mit dem Aubisque und dem Tourmalet 2 Pässe der höchsten Kategorie zu bewältigen. Ausserdem standen auf der Pyrenäenetappe auch noch 2 Berge der 1. Kategorie auf dem Programm.

2. Etappensieg für Voeckler

Thomas Voeckler gehörte einer 38-köpfigen Spitzengruppe an und riss zusammen mit Brice Feillu am Tourmalet aus. Den entscheidenden Angriff lancierte er 22 Kilometer vor dem Ziel beim Aufstieg zum Col de Peyresourde. Er liess seinen Landsmann stehen und feierte nach über fünfeinhalb Stunden einen eindrücklichen Etappensieg. Für Voeckler war es bereits der 2. Tagessieg an der diesjährigen «Grande Boucle», nachdem er schon die 10. Etappe für sich entscheiden konnte.

Neuer Bergpreis-Leader

Der 33-jährige Voeckler aus dem Europcar-Team feierte einen verdienten Etappensieg. Im Ziel wies er einen Vorsprung von 1:40 Minuten auf seinen ersten Verfolger auf. Der Franzose zeigte sich zudem am Berg unwiderstehlich und gewann alle 4 Bergpreiswertungen des Tages. Somit löst er den Schweden Fredrik Kessiakoff als Leader des Bergpreis-Trikots ab. Kessiakoff zeigte bereits beim Anstieg auf den Tourmalet Schwächen und musste abreissen lassen.

Wiggins bleibt Leader

Tour-Leader Bradley Wiggins (Gb) kam zusammen mit Landsmann und Sky-Teamkollege Chris Froome und Vicenzo Nibali (It), seinen ersten Verfolgern im Gesamtklassement, ins Ziel. Das Trio wies am Schluss einen Rückstand von etwas mehr als 7 Minuten auf.

Wiggins lief nie Gefahr, die Gesamtführung abgeben zu müssen. Die spärlichen Angriffsversuche, die vor allem von Nibali ausgingen, wurden von seinem Team souverän in Schach gehalten. Dem Briten gelang somit ein wichtiger Schritt zum erstmaligen Gewinn der Tour de France.

Evans fällt zurück

Verlierer des Tages war Vorjahressieger Cadel Evans. Der Australier konnte beim Aufstieg auf den Col d'Aspin das Tempo von Wiggins und Nibali nicht halten und musste abreissen lassen. Im Ziel wies er einen Rückstand von fast 5 Minuten auf Wiggins auf. Im Gesamtklassement ist Evans mit einem Rückstand von 8:06 Minuten auf den 7. Rang zurückgefallen.

(sta)