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Dopingverdacht: Fränk Schleck verlässt Tour
Fränk Schleck steigt nach einer «anormalen» Dopingprobe aus der Tour de France aus. Wie der Rad-Weltverband UCI am Dienstagabend mitteilte, wies eine Urinprobe des Luxemburgers vom 14. Juli das Diuretikum Xipamid auf.
Diuretika werden im Radsport häufig dazu verwendet, um Dopingmittel zu verschleiern. Nach den Anti-Doping-Regeln der UCI führt der Befund nicht automatisch zu einer Sanktion.
Ausstieg aus der Tour
Allerdings forderte der Verband den Rennstall RadioShack auf, «die nötigen Schritte zu ergreifen». Nach einer Mitteilung von RadioShack wird Schleck nicht mehr an der laufenden Tour teilnehmen. «Obwohl eine anormale A-Probe diese Massnahme nicht verlangt, glauben Fränk Schleck und das Team, dass der Ausstieg der richtige Schritt ist. Dies, damit die Mannschaft die Tour ungestört fortsetzen kann.»
B-Probe innert 4 Tagen beantragen
Schleck hat nun 4 Tage Zeit, um die Öffnung der B-Probe zu beantragen. Erst wenn auch diese positiv ausfällt, gilt der Teamkollege von Fabian Cancellara als überführt.
Derweil hat das Team keine Erklärung dafür, wieso beim 32-Jährigen Xipamid entdeckt worden ist. «Es ist kein Produkt, das in einem von der Mannschaft benutzten Medikament enthalten ist», hiess es in einer Stellungnahme. Daher sei unklar, wie das Mittel in den Urin von Schleck gelangt sei.
Nur auf 12. Zwischenrang
Fränk Schleck nahm zum 7. Mal an der «Grande Boucle» teil. Im letzten Jahr hatte er hinter Cadel Evans und seinem derzeit verletzten Bruder Andy den 3. Rang belegt. Dieses Jahr lief es ihm nicht wunschgemäss: Vor seinem Ausschluss belegte er in der Zwischenwertung lediglich den 12. Platz.
(Agenturen/cud/sta)


