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Fussball

Super League

Sion und Basel - trotz Umbruch an der Spitze

Montag, 16. Juli 2012, 12:06 Uhr

Nach einer kurzen Sommerpause ist die Super League am Weekend in die neue Saison gestartet. Jene Teams, die auf Kontinuität im Kader gesetzt haben, konnten noch nicht überzeugen. Einzige Sieger zum Auftakt waren zwei Teams, die man im Umbruch vermutet hatte.

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Mit Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka und Benjamin Huggel verlor Meister FC Basel in der Sommerpause quasi sein gesamtes Mittelfeld. Mit Innenverteidiger David Abraham verliess ein weiterer zentraler Spieler den Liga-Dominator. Doch der FCB zeigte sich zum Saisonstart am Freitag bei Servette unbeeindruckt von den vielen Abgängen und legte mit 3 Punkten in Genf einen ersten Grundstein für die Titelverteidigung. Die Vorstellung der Basler war zwar nicht berauschend, ein Geniestreich von Marco Streller reichte, um Servette zu besiegen.

Strellers magistraler Pass zu Degens 1:0.

Sion löst Basel ab

Basels Leaderposition wahrte knapp 45 Stunden, dann wurde das Team von Heiko Vogel durch den FC Sion abgelöst. Die Walliser traten beim 2:0 bei GC gleich mit 6 neuen Spielern in der Startformation an, darunter Italiens Weltmeister von 2006, Gennaro Gattuso. Auch Sions Leistung war frei von Glanz, man profitierte gegen die willigen Zürcher vom starken Kollektiv und von krassen Fehlern der Gegner. Sion liegt damit nach Spieltag 1 vor Basel. Es besteht der Verdacht, dass diese beiden Teams sich an der Spitze festsetzen werden. Erst recht, wenn sie sich dann endgültig gefunden haben.

Sions 2:0 nach Aussetzer von GC-Keeper Bürki

Mit beinahe unveränderten Teams konnten dagegen die Young Boys und Vize-Meister FC Luzern in die neue Spielzeit starten. Beide Teams mussten sich mit einem Punkt bescheiden, Luzern im Heimspiel gegen den FC Zürich, die Berner bei Aufsteiger St.Gallen.

Luzern rettet einen Punkt

Die Luzerner retteten in der 94. Minute immerhin noch einen Punkt, als Adrian Winter zum Ausgleich traf. Zürichs starker Neuzugang Mario Gavranovic hätte das Spiel bis dahin allerdings bereits alleine zugunsten seines ebenfalls stark veränderten Teams entscheiden können.

Das umgekehrte Schicksal passierte den Young Boys, die in St.Gallen nach 66 Minuten den Ausgleich kassierten und in der Folge zu keiner Reaktion mehr fähig waren. Als Entschuldigung könnte das Fehlen der rot-gesperrten Raul Bobadilla und Thierry Doubai angeführt werden, die pomadige, mut- und farblose Darbietung beim Aufsteiger erklärt dieser Fakt aber nicht restlos.

Schnelle Reaktion gefordert

Sion führt also vor Basel. Der Konkurrenz aus Luzern und Bern wird empfohlen sein, so schnell wie möglich einen Gang höher zu schalten. Denn die geschwächten Basler und die verstärkten Sittener machen nicht den Anschein, sich allzu lange aufwärmen zu wollen.

(ac)