Fussball
Super League
Itaperuna schiesst GC ab
Der FC Sion ist mit einem 2:0-Sieg bei den Grasshoppers in die neue Super-League-Spielzeit gestartet. Beide Tore erzielte der brasilianische Neuzugang Leo Itaperuna.
Während der 23-jährige Leo Itaperuna beim 1:0 von einem perfekten Pass des Tunesiers Oussama Darragi profitierte, luchste er beim 2:0 GC-Keeper Roman Bürki den Ball ab. Das Resultat ist für GC, das engagiert aufgetreten war und mehr fürs Spiel getan hatte, eine bittere Pille. Trainer-Neuling Sébastien Fournier hingegegen kann zufrieden ins Wallis zurückreisen. Sein Team hat sich mit minimalem Aufwand den maximalen Ertrag gesichert.
Gattuso verletzt ausgewechselt
Sion-Neuzugang Gennaro Gattuso blieb bei seinem SL-Debüt eher blass. Der Weltmeister von 2006 wirkte behäbig und fiel vor allem durch eine gelbe Karte (40.) wegen Reklamierens und seine Auswechslung (64.) auf. Nach einem harmlosen Zweikampf war er mit einer Zerrung im rechten Oberschenkel liegen geblieben und wurde durch Joaquim Adao ersetzt. Gattuso fehlt offensichtlich Spielpraxis, und sein schwerer Atem bei der Auswechslung liess sogar konditionelle Mängel vermuten.
Sions Neuzuzüge durchschlagskräftiger
Beim Sittener Führungstreffer hatte Neuzugang Darragi mit einem Steilpass genau in die Schnittstelle der Abwehr den ebenfalls in diesem Sommer verpflichteten Itaperuna mustergültig lanciert. So gut die Sion-Offensive in dieser Situation harmonierte, so deutlich liess die neuformierte GC-Innenverteidiger die Abstimmung vermissen. Stéphane Grichting und der von Roter Stern Belgrad geholte Milan Vilotic schienen sich uneinig, wer den durchbrechenden Itaperuna attackieren soll.
Bürkis Aussetzer brachte GC um den möglichen Lohn
In der 77. Minute verpasste es GC-Goalie Roman Bürki, den Ball mit dem Fuss wegzudreschen, statt den heranstürmenden Itaperuna ausdribbeln zu wollen. Dieser Riesenpatzer, der zum 2:0 für Sion führte, kam zu einem Zeitpunkt, als GC dem Ausgleich nahe gewesen war und diesen verdient hätte. Zwar präsentierten sich die Hoppers auf den letzten Metern oft etwas ideenlos, aber vor allem der vom FC Aarau engagierte Shkelzen Gashi vermochte sich mit beherzten Aktionen wiederholt in Szene zu setzen.
(rha)


