Inhalt

London 2012

«Magic Moments Beijing 2008»

Federer/Wawrinka - Zu zweit zum Olympia-Gold

Samstag, 14. Juli 2012, 10:44 Uhr

Im Einzel hatte es Roger Federer 2008 in Peking nicht zum erhofften Olympia-Gold gereicht. Dafür triumphierte der beste Tennis-Spieler aller Zeiten zusammen mit Stanislas Wawrinka im Doppel. Doppeltes Gold, doppelte Freude. Teil 5 unserer Serie, in der wir auf magische Momente der Spiele in Peking zurückblicken.

Videoplayer
Federer/Wawrinka - Zu zweit zum Olympia-Gold

Fast alles hatte Federer zu diesem Zeitpunkt schon gewonnen. Bis auf Olympia-Gold. Bei seiner 3. Teilnahme an Olympischen Spielen sollte es nun in Peking endlich klappen. Doch bereits im Viertelfinal bedeutete der Amerikaner James Blake Endstation für Federer.

Topfavoriten im Halbfinal ausgeschaltet

Doch im Doppel erhielt der Baselbieter zusammen mit Stanislas Wawrinka eine zweite Chance. Zwar galten beide Spieler nicht als Doppel-Spezialisten, im Verlaufe des Turniers deutete das Schweizer Duo aber an, dass Edelmetall in Reichweite liegen könnte. So setzten sie sich gegen Italiener (Andreas Seppi/Simone Bolelli), Russen (Dimitri Tursunow/Michail Juschni) und Inder (Mahesh Bhupati/Leander Paes) relativ locker durch.

Im Halbfinal warteten dann die Topfavoriten Bob und Mike Bryan. Doch auch die amerikanischen Zwillinge mussten sich der doppelten Schweizer Tenniskraft beugen. So standen Federer/Wawrinka plötzlich im Olympia-Final, wo sie auf die Schweden Simon Aspelin/Thomas Johansson trafen.

«Stan war so heiss»

Mit 6:3 und 6:4 lagen die Schweizer mit 2:0-Sätzen vorne, ehe die Schweden den 3. Satz im Tie-Break für sich entscheiden konnten. Mit einem 6:3 im 4. Umgang machten Roger Federer und Stanislas Wawrinka das 2. Olympia-Gold für die Schweiz an den Spielen in Peking perfekt.

«Dass ich diesen Titel mit Stan feiern kann, ist einzigartig und lässt sich mit nichts vergleichen», freute sich Federer. Das Bild des Tennis-Maestro, der mit seinen Händen über dem am Boden liegenden Wawrinka kreist, «weil der so heiss war», wie Federer später erklärte, ging um die Welt.

(bon)