Rad
Drei Armstrong-Helfer lebenslang gesperrt
Drei frühere Weggefährten von Lance Armstrong (USA) im US-Postal-Team sind von der US-Anti-Doping-Agentur (USADA) lebenslang gesperrt worden. Es handelt sich dabei um Michele Ferrari, Luis Garcia del Moral und Jose «Pepe» Marti.
Bild
Dem Mediziner Ferrari, dem Teamarzt Garcia del Moral und dem Betreuer Marti wird der Besitz, der Handel und die Verteilung von Dopingsubstanzen wie EPO, Steroiden, Wachstumshormonen sowie von Verschleierungsmitteln zwischen 1999 und 2007 zur Last gelegt.
Ferrari hatte bereits mehrfach im Visier der Doping-Fahnder gestanden. Marti war nach seinem Engagement bei Armstrong über mehrere Jahre als Betreuer des spanischen Dopingsünders Alberto Contador tätig.
«Ein kraftvolles Signal»
Die USADA sieht in den Sperren für Armstrongs einstige Gehilfen die einzig mögliche Strafe. «Diese Individuen dauerhaft aus dem Sport zu entfernen ist ein kraftvolles Signal, das die jetzige und nächste Generationen von Sportlern von ihrem Einfluss schützt und die Integrität künftiger Wettbewerbe bewahrt», hiess es in einer Mitteilung.
Auch Bruyneel beschuldigt
Mitte Juni hatte die USADA auf Basis der Aussagen bislang noch unbekannter Zeugen Anklage gegen Armstrong und fünf Personen aus seinem Umfeld erhoben. Zu den Beschuldigten gehören ausserdem Ex-Teamchef Johan Bruyneel und der ehemalige Mannschaftsarzt Pedro Celaya.
Klage von Armstrong abgewiesen
Das Verfahren gegen Armstrong, der alle Doping-Vorwürfe bestreitet, läuft noch. Dem Kalifornier droht bei einer Verurteilung nachträglich ebenfalls eine lebenslängliche Sperre sowie die Aberkennung seiner Titel. Am Montag war eine Klage Armstrongs gegen die USADA und ihre Vorgehensweise von einem US-Gericht nicht zur Verhandlung zugelassen worden.
(Agenturen/cud)


