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London 2012

Selektionen Swiss Olympic

102 Schweizer Olympioniken in London 2012

Dienstag, 10. Juli 2012, 12:09 Uhr, Aktualisiert 18:53 Uhr

Swiss Olympic hat gut 2 Wochen vor Beginn der Sommerspiele in London den definitiven Kader bekannt gegeben. Die Schweiz wird mit 102 Athletinnen und Athleten nach London reisen. Als Zielsetzung gab das Komitee einen Platz unter den besten 25 Nationen heraus.

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Kader-Bekanntgabe durch Swiss Olympic

In einer letzten Selektion wurden 15 weitere Sportlerinnen und Sportler nominiert. Von den 12 selektionierten Leichtathleten hat einzig Stabhochspringerin Nicole Büchler bereits Olympia-Erfahrung gesammelt. Für alle anderen wird London 2012 eine Premiere.

Am letzten Tag sicherten sich auch das Synchronschwimm-Duo Anja Nyffeler/Pamela Fischer sowie Sportschütze Patrick Scheuber das Ticket für Olympia. Nicht berücksichtigt wurde hingegen Tennisspielerin Romina Oprandi. 

Rochade im Reiten

Einen Tausch gab es bei den Reitern: Paul Estermann mit Castlefield Eclipse  wurde  aufgrund seiner starken Vorstellungen vom Ersatzreiter zum Fixstarter befördert. Dafür muss Clarissa Crotta (West Side v Meerputhoeve) nun mit der Rolle als Ersatz Vorlieb nehmen. Im Fussball-Olympia-Team wurden nach den Absagen von Granit Xhaka (Borussia Mönchengladbach) und Valon Behrami (AC Fiorentina) Oliver Buff (FC Zürich) sowie Xavier Hochstrasser (Luzern) nachnominiert.

Mehr Athleten als in Athen und Peking

Mit 102 Olympioniken ist die Schweizer Delegation so gross wie zuletzt 2000 in Sydney. Die Werte von Athen 2004 (98 Athleten) und Peking 2008 (83) werden aber nicht zuletzt deshalb übertroffen, weil sich die Schweiz für das olympische Fussballturnier qualifizieren konnte. Allein dieser Kader umfasst 18 Spieler. Die Schweizer Olympioniken gehen in 22 der 36 Sportarten an den Start.

Platz in den Top 25 anvisiert

Die strategische Vorgabe des Exekutivrats von Swiss Olympic fordert einen Platz unter den besten 25 Nationen nach Anzahl Medaillen. Dafür bräuchte es laut Einschätzung von Gian Gilli acht bis zehn Medaillen. Doch der Chef de Mission relativierte: «Fünf bis sieben Medaillen zu gewinnen ist realistischer, und damit wären wir auch sehr zufrieden.» Mit 7 Mal Edelmetall würde die Ausbeute von Peking egalisiert.

Gilli lobt Breite des Kaders

Auch wenn die Zielsetzung des Exekutivrats hoch gesteckt ist, gibt sich Gilli zuversichtlich. Aufgrund der Resultate dieser Saison sind die Top-Cracks wie Roger Federer, Fabian Cancellara, Nino Schurter oder Nicola Spirig die Kronfavoriten für Edelmetall. Doch auch zahlreiche andere Athleten haben laut Gilli die Möglichkeit auf eine Medaille. «Man muss die Gunst der Stunde nutzen und ein wenig Glück haben, dann kann es aufgehen», so der Chef de Mission.

(sas/rek)