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Fussball

Super League

Adrian Winter: «Sind zu Saisonbeginn im Vorteil»

Dienstag, 10. Juli 2012, 16:29 Uhr

Der FC Luzern war in der abgelaufenen Saison «the best of the rest» hinter Dominator Basel. Neo-Nationalstürmer Adrian Winter hat mit dem FCL auch in der am Freitag beginnenden Super-League-Spielzeit ambitionierte Ziele. Punkto Transfers sieht er sein Team gegenüber den «Bebbi» gar im Vorteil.

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Adrian Winter, der FC Luzern hat die letzte Saison auf dem 2. Platz abgeschlossen. Wie sieht die Zielsetzung für die neue Spielzeit aus?

Adrian Winter: Eine richtige Zielvorgabe hat es noch nicht gegeben. Klar ist, jeder ist lieber Erster als Zweiter. Deshalb gibt es eigentlich nur ein Ziel für uns.

Und das heisst Meistertitel?

Man sollte immer nach dem Maximum streben. Wir gehen sicher nicht in die neue Saison mit dem Ziel, Zweiter zu werden. Wir wollen so lange wie möglich oben mitspielen. Was am Ende dabei rausschaut, wird man sehen.

«Wir erhoffen uns eine spannendere Meisterschaft.»
Adrian Winter

2011/12 waren es am Schluss nicht weniger als 20 Punkte, die Luzern von Basel trennten. Wie will der FCL diese Lücke schliessen?

Unser grosser Vorteil ist sicher, dass praktisch die gesamte Mannschaft zusammengehalten werden konnte. Basel hatte hingegen zahlreiche gewichtige Abgänge zu verzeichnen. Deshalb erhoffen wir uns eine spannendere Meisterschaft.

Luzern hat sich im Sommer gezielt verstärkt. Nico Siegrist ist zurück und Philipp Muntwiler sowie Dimitar Rangelov wurden verpflichtet. Im Gegenzug verliess unter anderem Nelson Ferreira den Klub. Wie schätzen Sie die Qualität der aktuellen FCL-Ausgabe ein?

Das sind gute Zuzüge für uns, dennoch wiegt der Abgang von Ferreira und auch jener von Burim Kukeli schwer. Ich glaube aber, dass die beiden mit Muntwiler und Rangelov gut kompensiert werden konnten. Weil sich unser Team daneben kaum verändert hat, gehe ich davon aus, dass wir zu Saisonbeginn im Vorteil gegenüber anderen Mannschaften sein werden. Bei uns greifen die Automatismen und jeder kennt die Laufwege des anderen.

Dimitar Rangelov, der lange Jahre bei Cottbus in der Bundesliga spielte und zuletzt Dortmund gehörte, ist vor rund einer Woche zum Team gestossen. Wie erleben Sie ihn im Trainingsalltag?

Ich kann nur Positives sagen. Rangelov hat sich rasch ins Team integriert. Er ist sehr unkompliziert und hat keinerlei Starallüren. Wir haben auch versucht, ihm den Start so einfach wie möglich zu machen. Ich hoffe, dass er unserer Mannschaft helfen kann.

«Die Erwartungshaltung ist gestiegen.»
Adrian Winter

Sie persönlich haben in der letzten Saison einen grossen Schritt nach vorne gemacht und wurden von Ottmar Hitzfeld sogar für die Nati aufgeboten. Wie würden Sie ihre Rolle in Luzern beschreiben?

Natürlich ist die Erwartungshaltung gestiegen. Ich habe mehr Verantwortung bekommen und nehme diese gerne wahr. Ich möchte auch in dieser Saison dem FCL helfen, erfolgreich zu sein und meine Leistungen aus dem letzten Jahr bestätigen.

Damit weiter Nati-Aufgebote folgen...

Klar wäre es auch schön, wieder für die Nati aufgeboten zu werden. Aber das liegt ganz alleine an mir. Nur wenn ich meine Leistungen bestätige oder mich noch steigere, kann ich mich für weitere Nominationen empfehlen. Das kann ich aber nur mit einer Mannschaft, die mir hilft - und umgekehrt.

Neben der Meisterschaft ist der FCL auch in den Europa-League-Playoffs engagiert. Welchen Stellenwert hat das internationale Geschäft?

Der Fokus liegt momentan einzig und allein auf dem Saisonstart. Die Europa League rückt frühestens in den Fokus, wenn unser Gegner bekannt ist.

Adrian Winter: Die Tore der Saison 2011/12

(Interview: Reto Kägi)