Tennis
Wimbledon
Federer fertigt Juschni ab - nun gegen Djokovic
Roger Federer hat sich im Eilzugstempo für den Halbfinal in Wimbledon qualifiziert. Der Schweizer liess Michail Juschni nicht den Hauch einer Chance und gewann in 92 Minuten 6:1, 6:2, 6:2. Nun kommt es zum 27. Duell mit Novak Djokovic.
Federer gewann damit auch das 14. Duell mit Juschni. Und der Schweizer liess gegen den Russen keine Fragen über seinen Gesundheitszustand offen, sein Rücken machte ihm sichtlich keine Probleme mehr.
20 Breackchancen für Federer
Federer spielte stark auf und es unterliefen ihm kaum Fehler. Insgesamt erspielte er sich 20 Breakmöglichkeiten, von denen er 6 zu nutzen vermochte. Er nahm Juschni in jedem Satz jeweils gleich dessen erstes Aufschlagspiel ab. «Es war nicht einfach für ihn. Wenn man in jedem Satz sofort in Rückstand gerät, wird es schwierig», sagte Federer nach dem Spiel.
In allen Belangen überlegen
Juschni fand gegen Federer nie ein Rezept und hatte nur 2 Chancen zum Servicedurchbruch. Dies lag auch daran, dass Federer einwandfrei retournierte und servierte: Kam sein erster Aufschlag, machte er zu 88 Prozent der Ballwechsel den Punkt. Insgesamt entschied er 89 von 148 Ballwechseln für sich. «Mir ist ein grossartiger Match gelungen», so Federer.
Rekord vor Prominenz
Durch diesen nie gefährdeten Erfolg - unter den Augen von ehemaligen Tennis-Grössen wie Steffi Graf, Andre Agassi, Rod Laver oder Mark Philippoussis sowie den «Royals» Prinz William und Herzogin Kate - zog Federer in den 32. Grand-Slam-Halbfinal seiner Karriere ein. Damit ist er nun alleiniger Rekordhalter. Zuvor hatte er sich diese Bestmarke mit Jimmy Connors (USA) geteilt.
27. Duell mit Djokovic
Im Halbfinal kommt es nun zum 27. Duell mit Novak Djokovic, der Florian Mayer ebenfalls keine Chance liess (6:4, 6:1, 6:4). Gegen die serbische Weltnummer 1 führt Federer im Head-to-Head mit 14:12, hat die letzten 3 Direktbegegnungen jedoch verloren. «Ich spiele gerne gegen Novak», meinte Federer. Auf Rasen wird es indes das 1. Aufeinandertreffen der beiden.
Sollte Federer am Freitag als Sieger vom Platz gehen und am Sonntag zum 7. Mal die Wimbledon-Trophäe in die Höhe stemmen, würde er den Serben wieder als Nummer 1 ablösen.
(mos/rek)


