Tennis
Wimbledon
Federer mit Lockerheit und Respekt gegen Malisse
Nach seinem Fünfsatzsieg gegen Julien Benneteau trifft Roger Federer im Wimbledon-Achtelfinal auf Xavier Malisse (ab ca. 14.00 Uhr auf «SF zwei»). Im Head-to-Head führt der Schweizer zwar mit 9:1, angesichts der Leistungen des Belgiers in den letzten Wochen dürfte Federer jedoch gewarnt sein.
Nach dem gewonnenen «Krimi» gegen Julien Benneteau erfreute sich Federer übers ganze Wochenende ausgezeichneter Laune. Er trainierte zweimal und demonstrierte dabei stets Lockerheit und Zuversicht. Die Gelassenheit des Schweizers dürfte unter anderem auch mit den kommenden Aufgaben beim legendären Turnier im All England Club zusammenhängen. Den Weg in den Halbfinal versperren ihm nur noch Achtelfinal-Gegner Xavier Malisse sowie Michail Juschni (Russ/ATP 33) oder Denis Istomin (Usb/ATP 39).
Federer: «Gefährlicher Gegner»
Trotz der günstigen Aussichten im Tableau steht für Federer zunächst einzig das Duell mit Malisse (ATP 75) im Fokus. «Man darf Spieler wie Malisse nicht unterschätzen», so der 30-Jährige. «Er spielt plötzlich wieder unheimlich gut. Ich denke, dass Rasen seiner aggressiven Spielweise am meisten entgegenkommt. Er erreichte aus einer Sektion mit vielen guten Spielern die Achtelfinals und ist sicher ein sehr gefährlicher Gegner.»
Letztes Rasen-Duell vor 11 Jahren
Federer und der um ein Jahr ältere Malisse trafen bisher bereits zehnmal aufeinander. Erst einmal konnte sich der heute 31-Jährige als Sieger feiern lassen. Das erste Aufeinandertreffen entschied der bisher einzige Top-20-Spieler Belgiens 1999 im Davis Cup für sich. In der Folge behielt zwar stets Federer die Oberhand, für den Erfolg musste er aber oft hart kämpfen. 2001 setzte sich der Schweizer in Wimbledon in der 2. Runde erst in 5 Sätzen durch.
Zuletzt bekundete Federer aber kaum Mühe mit Malisse. 2011 siegte der Baselbieter bei den Australian Open und beim ATP-1000-Turnier in Madrid jeweils ohne Satzverlust. Diese Erfolge fielen jedoch in eine Phase in Malisses Karriere, als dieser nach einer zwischenzeitlichen Pause erst kurz zuvor wieder auf die Tour zurückgekehrt war.
Malisse in Queens und s-Hertogenbosch stark
Seit einigen Wochen scheint Malisse den Anschluss an frühere Leistungen wieder gefunden zu haben. Der Rechtshänder, der in Wimbledon 2002 im Halbfinal stand, zeigte sich insbesondere auf Rasen stark. In Queens scheiterte er erst im Viertelfinal an David Nalbandian, in s-Hertogenbosch bedeutete Philipp Petzschner im Halbfinal Endstation. Seine gute Form bestätigte er in Wimbledon mit Siegen über die Top-20-Spieler Gilles Simon und Fernando Verdasco.
Malisse: «Es fühlt sich gut an»
Dementsprechend zufrieden zeigt sich Malisse mit den Ergebnissen der letzten Wochen. «Der Start in die Saison war hart. Trotz grossem Kampf konnte ich die engen Matches nicht für mich entscheiden. In letzter Zeit läuft es endlich wieder gut.» Besonders der Fünfsatzsieg gegen Verdasco gibt ihm Selbstvertrauen für das Duell mit Federer. «Es fühlt sich gut an, in der 3. Runde eines Grand-Slam-Turniers eine so knappe Partie zu gewinnen. Und ich freue mich, es wieder einmal in die 2. Woche geschafft zu haben.»
Federer am Montag live
«SF zwei» überträgt die Partie zwischen Roger Federer und Xavier Malisse ab 14.00 Uhr live. Im Anschluss sehen Sie die Achtelfinal-Begegnungen zwischen Marin Cilic und Andy Murray sowie zwischen Novak Djokovic und Viktor Troicki. Bei uns im Livestream sind Sie ebenfalls hautnah dabei.
(cud)


