Tennis
Wimbledon
Murray im Achtelfinal - Schwedowa gelingt Historisches
Andy Murray hat in Wimbledon nach einem über dreistündigen Kampf gegen Marcos Baghdatis den Einzug in den Achtelfinal geschafft. Ausgeschieden ist hingegen Nadal-Bezwinger Lukas Rosol. Bei den Frauen sorgte Jaroslawa Schwedowa für ein historisches Ergebnis.
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Der britische Hoffnungsträger Andy Murray brauchte 193 Minuten, um seinen 7:5, 3:6, 7:5 und 6:1-Sieg gegen den Zyprer Marcos Baghdatis (ATP 42) sicherzustellen. Für Murray war es im 7. Aufeinandertreffen der 4. Sieg.
Rückstand verhindert
Im 3. Durchgang steuerte Murray einem 1:2-Satzrückstand entgegen, als Baghdatis mit Break vorlegen konnte. Doch die schottische Weltnummer 4 kämpfte sich zurück, realisierte 2 Breaks und führte so die Entscheidung herbei. Im 4. Satz war der Widerstand von Baghdatis, der gegen Ende der Partie zu viele unnötige Fehler beging, dann endgültig gebrochen.
Im Achtelfinal trifft Murray auf Marin Cilic (ATP 18). Der Kroate musste gegen den Amerikaner Sam Querrey 331 Minuten lang kämpfen. Beim 7:6, 6:4, 6:7, 6:7 und 17:15-Sieg dauerte alleine der 5. Satz mehr als 2 Stunden.
Rosol scheitert an Kohlschreiber
Zurück auf dem Boden der Realität gelandet ist Lukas Rosol. Der Tscheche, der in Runde 2 sensationell gegen Rafael Nadal gewonnen hatte, scheiterte am Deutschen Philipp Kohlschreiber. Bei der 2:6, 3:6, 6:7-Niederlage gegen die Nummer 27 des Turniers blieb er ohne Chance.
In der nächsten Runde bekommt es Kohlschreiber mit dem verblüffenden Brian Baker (ATP 126) zu tun. Der Amerikaner, der seit 2005 immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte und daher trotz eines grossen Talents nie auf der Tour hatte Fuss fassen können, besiegte den Franzosen Benoît Paire mit 6:4, 4:6, 6:1 und 6:3. Seit Beginn des Jahres konnte sich Baker in der Weltrangliste bereits um 322 Positionen verbessern.
Tsonga und Ferrer weiter
In die Achtelfinals eingezogen sind auch die Mitfavoriten Jo-Wilfried Tsonga (Fr) und David Ferrer (Sp). Tsonga setzte sich gegen den Slowaken Lukas Lacko mit 6:4, 6:3 und 6:3 durch und ist damit weiter ohne Satzverlust. Ferrer warf mit Andy Roddick (USA) den Finalisten von 2004, 2005 und 2009 aus dem Turnier (2:6, 7:6, 6:4, 6:3).
«Golden Set» von Schwedowa
Im Frauen-Tableau hat Jaroslawa Schwedowa Geschichte geschrieben: Die mit einer Wildcard ausgestattete Kasachin deklassierte French-Open-Finalistin Sara Errani (It) mit 6:0 und 6:4 und schaffte es dabei, im 1. Satz keinen einzigen Ballwechsel zu verlieren. Es ist zum ersten Mal in der Geschichte der «Open Era» (seit 1968, Zeitpunkt der Zulassung von Profis an Turniere), dass einer Spielerin ein «Golden Set» gelungen war.
Der einzige Spieler, der zuvor einen «goldenen Satz» gespielt hatte, war der Amerikaner Bill Scanlon bei seinem Sieg über Marcos Hocevar (Brasilien) 1983 in Delray Beach.
Im Achtelfinal trifft Schwedowa nun auf Serena Williams (USA). Die Wimbledon-Siegerin der Jahre 2002, 2003, 2009 und 2010 brauchte 148 Minuten, um die Chinesin Zheng Jie (WTA 27) mit 6:7, 6:2 und 9:7 zu bezwingen.
Asarenka jetzt gegen Ivanovic
Keine Probleme bekundete dagegen Viktoria Asarenka (WRuss): Die Nummer 2 des Turniers schlug Jana Cepelova aus Tschechien souverän mit 6:3 und 6:3. Im Achtelfinal trifft die Weissrussin am Montag mit der Serbin Ana Ivanovic auf eine ehemalige Nummer 1.
(rst/sta)


