Inhalt

Mehr Sport

Golf

Tiger Woods wieder in Favoritenrolle

Donnerstag, 14. Juni 2012, 18:10 Uhr

Die Spitzengolfer Luke Donald, Rory McIlroy und Tiger Woods sind vor den US Open in San Francisco in Bestform. Woods errang seinen 14. und bislang letzten Sieg an einem Majorturnier vor vier Jahren. Er will die Durststrecke in dieser Woche beenden.

Bild

Viele Experten hatten vorausgesagt, dass Tiger Woods nach dem Ende 2009 losgebrochenen Skandal um seine Person für lange Zeit nicht mehr zu seiner einstigen Stärke auf dem Platz zurückfinden würde. Sie haben Recht bekommen. Zumindest, was die Siege an den 4 grossen Turnieren, den Majors, angeht.

Zwei Siege in den letzten Monaten

Trotzdem kommen die Experten nicht darum herum, Woods für die mit 8 Millionen Dollar dotierte 112. US Open im Olympic Club von San Francisco zu den Topfavoriten zu zählen. Woods ist einer von nur 6 Golfern, die in diesem Jahr auf den Tours in den USA und in Europa mehr als ein Turnier gewonnen haben.

Er siegte zuerst Ende März in Orlando, am prestigereichen Turnier des Gastgebers Arnold Palmer. Den zweiten Saisonsieg errang Woods Anfang Monat in Dublin, Ohio, am Anlass von Jack Nicklaus. Woods weiss, dass er die Leistungskonstanz früherer Jahre noch nicht erreicht hat. Er weiss jedoch auch, dass er wieder jederzeit zuschlagen kann, wenn die Form es ihm erlaubt.

McIlroy aus der Krise?

Der Titelverteidiger an den US Open ist Rory McIlroy. Der erst 23-jährige Nordire geriet vor wenigen Wochen in eine kleine spielerische Krise. Letzte Woche aber konnte er mit seinem 7. Platz am Turnier in Memphis neue Zuversicht tanken. «Ich habe davon viel Positives mitgenommen, ich bin gut vorbereitet», sagte der Nordire.

Der Engländer Luke Donald, Nummer 1 der Weltrangliste, will sobald als möglich den Ruf loswerden, der beste Golfer ohne Major-Titel zu sein. Mit seinen 34 Jahren hat Donald noch viel Zeit, den Makel zu beseitigen. Aber der Druck steigt von Mal zu Mal. «Bei den Majors sind die Erwartungen einfach grösser», sagte er. «Ich muss lernen, damit umzugehen.»

Zum engsten Kreis der Favoriten gehören auch der Engländer Lee Westwood - auch er noch ohne Major-Titel im Palmares - und Bubba Watson, der Sieger des US Masters. 

(si/fel)