UEFA EURO 2012™
Gruppe C
Italien ringt Titelverteidiger Spanien ein 1:1 ab
Im Topspiel der Gruppe C haben sich Spanien und Italien an der EURO leistungsgerecht 1:1 getrennt. In Danzig (Pol) schossen Antonio Di Natale und Cesc Fabregas die Tore.
In einer attraktiven Partie mit zahlreichen guten Torchancen mussten sich die 35‘000 Zuschauer allerdings lange gedulden, ehe sie auch Treffer beklatschen konnten. Nach genau einer Stunde war es der 4 Minuten vorher für den blassen Mario Balotelli eingewechselte Antonio di Natale, der nach einem herrlichen Pass von Andrea Pirlo zum 1:0 für Italien traf.
«Stürmer» Fabregas gleicht aus
Die Reaktion des Titelverteidigers blieb nicht aus. Die Spanier, die überraschend ohne nominellen Stürmer begonnen hatten, brauchten nur gerade 4 Minuten, um das Skore wieder auszugleichen. Andres Iniesta passte auf David Silva und dieser perfekt in die Tiefe auf Cesc Fabregas. Der Barcelona-Spieler, der meist vorne im Zentrum agierte, blieb cool und liess Gianluigi Buffon keine Chance.
Torres mit Chancen
Nach dem Ausgleich drückten die Iberer heftig auf den Siegtreffer. Chelseas Fernando Torres, den Trainer Vicente del Bosque nach 74 Minuten als «echten» Angreifer eingewechselt hatte, kam alleine vor Buffon (75.) und 10 Minuten später mit einem Lob zu vorzüglichen Chancen.
Italien vor der Pause stark
Es blieb aber beim 1:1, das die «Azzurri» keineswegs gestohlen haben. Denn vor allem in der 1. Halbzeit hatten die Italiener, die mit einer 3er-Abwehrkette mit Daniele de Rossi im Zentrum sowie der Doppel-Spitze Balotelli/Antonio Cassano begannen, die besseren Möglichkeiten gehabt.
Andrea Pirlo (13.), Cassano (23. und 34.) sowie Claudio Marchisio (36.) vergaben gute Chancen. Praktisch mit dem Pausenpfiff sah Thiago Motta zudem seinen Kopfball aus kurzer Distanz von Iker Cassilas mirakulös abgewehrt. «Wir wollten nicht nur defensiv agieren und sind zu vielen Chancen gekommen», sagte Italien-Coach Cesare Prandelli. «Wir haben ein gutes Spiel gezeigt.»
Spanien wenig dominant
Spanien kam auch zu Chancen, war aber gegen das starke Italien nicht so dominant wie gewohnt. Oft spielten sie den einen Pass zu viel. Damit verpasste es Spanien wie schon zuletzt an der WM 2010, sein Auftaktspiel zu gewinnen. Am Donnerstag ist gegen Irland ein Sieg gefordert, wenn der Titelverteidiger nicht unter Druck geraten möchte.
(rek)


