Tennis
French Open
Federer scheitert an Djokovic
Roger Federer ist an den French Open im Halbfinal ausgeschieden. Der Schweizer unterlag dem topgesetzten Novak Djokovic mit 4:6, 5:7 und 3:6. Der Serbe trifft im Final auf Rafael Nadal.
Federer zeigte gegen Djokovic eine durchzogene Leistung. Dem Baselbieter unterliefen zahlreiche unerzwungene Fehler, 46 insgesamt. Zudem zeigte er sich weniger effizient als der Serbe: Von 8 Breakbällen verwertete er nur 4, während Djokovic 7 von 10 nutzte. Der Serbe agierte solid und beging nur 15 «unforced errors».
Djokovic mit 4 Breaks
Der entscheidende Moment ereignete sich im 2. Satz: Federer führte mit 3:0 und konnte im siebten Game 3 Breakbälle nicht zum 5:2 verwerten. Stattdessen gewann Djokovic das Game noch und es gelangen ihm total 4 Service-Durchbrüche. «Es wäre ein anderes Spiel geworden, wenn ich den zweiten Satz gewonnen hätte», sagte Federer nach der Partie.
Bereits im ersten Satz hatte Federer einen Breakvorsprung vergeben. Im 3. Satz war dann immer Djokovic am Drücker; nach rund 2 Stunden verwertete er seinen 2. Matchball.
Federer: «Es gibt keine Entschuldigung»
«Ich konnte einfach nicht dagegenhalten. Es gibt keine Entschuldigung. Ich hatte genug Chancen und konnte sie nicht nutzen», sagte Federer: «Es war keine einfache Sandplatzsaison. Ich habe mich physisch nicht besonders gut gefühlt. Am Ende des Tages ist ein Halbfinale ein gutes Ergebnis für jeden Spieler - auch für mich.»
Djokovic verkürzt im Head-to-Head
Für Federer war es die dritte Niederlage in Serie gegen die Weltnummer 1. Im Head-to-Head konnte Djokovic auf 13:14 verkürzen, im Final vom Sonntag trifft er nun auf Rafael Nadal. Bei einem Sieg hätte der Serbe alle vier Grand-Slam-Turniere in Folge gewonnen - er wäre erst der dritte Spieler überhaupt, der gleichzeitig alle Major-Trophäen inne hätte. «Es ist ein Traum, dass ich diese Chance habe», freute sich Djokovic.
Durststrecke für Federer
Federer hingegen wartet nunmehr seit genau einem Jahr auf eine Finalqualifikation bei einem Major. Sein letzter Triumph gelang ihm 2010 an den Australian Open.
(mos)


